Auch wenn weitere Abschreibungen drohen: Die Schweizer Großbank UBS hofft auf einen kleinen Gewinn im laufenden Quartal. Die Börse ist aus dem Häuschen.

Nach vier Quartalen mit Milliardenverlusten infolge der US-Hypothekenkrise hat die Schweizer Großbank UBS für das dritte Quartal 2008 einen kleinen Gewinn angekündigt.

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Das Jahr 2009 insgesamt werde profitabel ausfallen, teilte die Bank am Donnerstag vor der außerordentlichen Generalversammlung mit.

Wie es weiter hieß, konnte die UBS ihre Wertpapiere mit Bezug zum amerikanischen Hypothekensektor durch Verkäufe signifikant reduzieren. Mitte des Jahres war die Bank in diesem Sektor netto noch mit mehr als 30 Milliarden Dollar im Risiko gestanden.

Die Börse reagierte euphorisch: Im frühen Geschäft schnellten die UBS-Papiere um mehr als sieben Prozent nach oben.

29 Milliarden Euro an Abschreibungen

Im Zusammenhang mit der Kreditkrise hat die UBS insgesamt 45 Milliarden Franken (29 Milliarden Euro) abschreiben müssen. Das konnte nur durch zwei Kapitalerhöhungen im Umfang von rund 29 Milliarden Franken (18,5 Milliarden Euro) aufgefangen werden. Die frühzeitigen Kapitalerhöhungen haben es der Bank aber ermöglicht, im Gegensatz zu ausländischen Banken ohne Beistand der Regierung durch die Kreditkrise zu kommen.

"Trotz der in letzter Zeit extrem volatilen Marktverhältnisse rechnet UBS zurzeit damit, im dritten Quartal einen kleinen Gewinn auszuweisen, basierend auf vorläufigen Schätzungen", teilte die Bank mit.

Über die Höhe der im dritten Quartal anfallenden Abschreibungen machte die Bank keine Angaben. Analysten schätzten den Betrag auf rund drei Milliarden Franken. Auch auf einen Arbeitsplatzabbau in der Investment Bank, von dem Zeitungen berichtet hatten, ging UBS nicht ein.

Die UBS wolle zu jedem Zeitpunkt eine starke Kapitalbasis erhalten, ebenso wie angemessene Liquidität und eine solide Bilanz, erklärte das Institut weiter. Die Schweizer Großbanken stehen derzeit unter dem Druck der Bankenaufsicht EBK, die eine deutlich höhere Eigenmittelaustattung verlangt und die Banken aufgefordert hat, in diesem Zusammenhang auch Zurückhaltung bei der Dividende zu üben.

Das Jahr 2007 hat UBS mit einem Verlust von rund 4,4 Milliarden Franken (2,8 Milliarden Euro) abgeschlossen. Im ersten Quartal 2008 hatte das Minus 11,54 Milliarden Franken (7,4 Milliarden Euro) betragen. Im zweiten Quartal 2008 lag der Verlust noch bei 358 Millionen Franken (228 Millionen Euro), wobei auch eine Steuergutschrift von mehr als drei Milliarden Franken (1,9 Milliarden Euro) eine Rolle spielte.

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(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/mel)