Die großen Finanzhäuser haben viele Probleme: Das Image ist ramponiert, die Geschäftsmodelle wackeln und kleinere Konkurrenten profitieren. Nun suchen die Banken nach Möglichkeiten, mit denen sich auch in diesen turbulenten Zeiten noch Geld verdienen lässt. Ein paar Ideen gibt es schon.
Es heißt, hochrangige UBS-Banker hätten sich in diesen Tagen im kalifornischen Pebble Beach mit Edel-Kunden zum Golf verabredet. Andere Spitzenmanager werden sich am Sonntag beim Formel-Eins-Rennen in Singapur zeigen, wo die UBS ein großer Sponsor ist. Business as usual bei der Schweizer Großbank, die vor einer Woche beichten musste, ein einzelner Händler habe mal eben 2,3 Milliarden Dollar verspielt?
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"Die Lehman-Pleite war der herausragende Auslöser, aber bei weitem nicht der einzige Grund für den Wandel des Investmentbanking." (© Bloomberg)
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Mag sein, dass UBS die Klischees von der verschwenderischen Gier- und Glamour-Branche weiter bedient. Normalität aber herrscht bei den großen Investmentbanken seit mindestens vier Jahren nicht mehr. Die Branche erlebt einen dramatischen Wandel. Skandale zerstören das Image, Regulatoren setzen den Finanzkonzernen zu. Vor allem aber kommen die Finanzmärkte, von denen die Investmentbanken leben, nicht zur Ruhe. Die alten Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr wie einst - und neue Konkurrenten versuchen, aus den Problemen der Etablierten Kapital zu schlagen.
Bis heute wird die Pleite von Lehman Brothers als Zeitenwende für das Investmentbanking gesehen. Zwar hat der Crash die Branche verändert wie kein zweites Ereignis - doch der Wandel begann schon früher. 2007 erreichte der Boom seinen Höhepunkt, vom Sommer dieses Jahres an ging es bergab. Im Frühjahr 2008 schluckte J.P. Morgan den Rivalen Bear Stearns und verhinderte so mit staatlicher Hilfe die Pleite. Später flüchtete Merrill Lynch in die vermeintlich starken Arme der Bank of America, die heute nur ein Schatten ihrer selbst ist.
"Die Lehman-Pleite war der herausragende Auslöser, aber bei weitem nicht der einzige Grund für den Wandel des Investmentbanking", sagt Leon Saunders Calvert, der für den Informationskonzern Thomson Reuters das Investmentbanking analysiert. Die Globalisierung und der Aufstieg der Wachstumsmärkte (Emerging Markets) verändern die Branche schon länger.
"Das Geschäft bewegt sich weg von den etablierten Volkswirtschaften in die Emerging Markets, allen voran China", sagt Calvert. Doch dort sei das Geschäft bei weitem nicht so profitabel. Es kostet Geld, neue Teams aufzubauen und überhaupt einen Fuß in die teils staatlich abgeschotteten Märkte zu bekommen. Der Wettbewerb mit lokalen Banken ist hart, der Kuchen, der zu verteilen ist, noch vergleichsweise klein.
All das hat etablierten Investmentbanken wie Goldman Sachs und Deutsche Bank im klassischen Geschäft der Beratung bei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A), Börsengängen und anderen Finanzierungen schon länger zugesetzt. Doch bis 2007 war genug für alle da. Erst der Lehman-Crash warf die Frage auf, was Investmentbanken überhaupt sein sollen. Riesige Handelshäuser, die mit riskanten Spekulationen Geld für sich und ihre Kunden verdienen oder verlieren? Oder eher Berater, die Gebühren kassieren und als Makler Unternehmen und Staaten bei der Finanzierung helfen?
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Griechenland und die Euro-Zone
...
das sollte wohl besser heißen:
...weiter so irrsinnig viel Geld verdienen lässt.
Superman Bernanke völlig mißverstehen ? Muß denen wohl zu hoch sein . Oder hat der gute Paul etwa einen stinkenden Köder an den haken gehängt ?
Ja ja , nicknoris ,...- wer kennt hier noch nicht Ihre Vision : " Eines Tages kommt der große Zauberer , packt all die großen ungenutzten Geldhaufen , und löscht damit die Billionen-Schulden ! "
:-)
wenn die Bank keinen großen Eigenhandel betriebt, schwitzt kein Ivestmentbanker (ok, er verdient weniger w/Bonus).
Und die Transkationssteuer ist - bei eingeschränktem Eigenhandel auch nicht wirklich ein Problem, denn die Zeche bezahlt der Zocker, die HedgeFonds und - wie sollte es anders sein- der kleine Anleger, der ein paar Papiere verkauft.
Also her mit der Steuer.
Almost. Ihre Investmentabteilungen schwitzen wegen der Gier, die sie antreibt, in unsichere Anleihen zu investieren.
Aber solange die Banken von der EZB Geld zu 1,5% leihen und von den Griechen und mir 12% verlangen, hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Und wenn die Banken, wie versprochen, ihr Eigengeschäft herunterfahren, dann fällt bei Ihnen auch keine Transaktionssteuer an.
Sie sehen, manchmal haben Politiker brilliante Ideen und Sie stehen im Dunkeln.
Paging