Bank-Schließfächer So schützen Sie Ihre Schätze

  • Die Stiftung Warentest hat das Schließfachangebot von 38 Banken getestet.
  • Nicht alle Kreditinstitute bieten Schließfächer an. Die meisten Banken vermieten ihre Fächer nur an eigene Kunden.
  • Die Versicherung des Inventars kann extra kosten. Sie ist nur manchmal im Mietpreis enthalten.
Von Jurik Caspar Iser

Ob Gold, Schmuck oder wichtige Dokumente - diese Dinge sollen sicher aufbewahrt werden. Wem die eigene Wohnung nicht als geeigneter Ort erscheint, kann ein Bankschließfach mieten. Die Stiftung Warentest hat das Angebot von 38 Banken getestet und erklärt, was Kunden beim Mieten eines Schließfachs wissen müssen.

Größe ist entscheidend

Die Höhe der Miete für einen Bankschließfach ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Der Preis eines Fachs hängt in der Regel von der Größe ab. Das günstigste Schließfach kostet im Test 20 Euro pro Jahr. Die PSD Bank Karlsruhe-Neustadt bietet es an. In den sieben Liter großen Safe passt aber gerade mal ein Aktenkoffer. Ein teureres und deutlich größeres Bankschließfach, beispielsweise von der Frankfurter Sparkasse, kann bis zu 730 Euro Jahresmiete kosten.

Banken verlangen Aufpreise

Doch nicht in jeder Filiale einer Bank gibt es Schließfächer. 17 der getesteten Kreditinstitute, wie unter anderem Postbank und Targobank, vermieten gar keine Schließfächer. Bietet das eigene Geldhaus keine Schließfächer an, können Kunden auf andere Anbieter ausweichen. Manche Banken verlangen von Nicht-Kunden aber einen Aufpreis. Die meisten Kreditinstitute vermieten Schließfächer generell nur an eigene Kunden, die dort zum Beispiel ein Girokonto besitzen.

Versicherung kann extra kosten

Bei Vertragsabschluss sollte unbedingt geprüft werden, ob die Versicherung des Schließfachs im Mietpreis enthalten ist. Wie bei der Berliner Volksbank und der Berliner Sparkasse kostet die Versicherung bei einigen Banken extra. Wenn Kunden einen Schutz wollen, müssen sie den zusätzlich vereinbaren, um ihre Wertgegenstände gegen Raub oder Feuer abzusichern. Bei etwa der Hälfte der getesteten Banken umfasst die Versicherung auch Schaden durch Blitzschlag, Explosion oder Rauch. Ist die Versicherung im Mietpreis inbegriffen, unterscheidet sich der Schutz von Bank zu Bank aber stark.

Kunden müssen eine Versicherung nicht unbedingt über das Kreditinstitut abschließen. Es gibt Hausratsversicherer, die auch Wertsachen in Bankschließfächern mit einbeziehen. Wichtig: In jedem Fall zahlt die Versicherung nur, wenn der Besitzer des Bankschließfachs nachweisen kann, welche Wertgegenstände sich im Fach befunden haben. Dafür eignen sich eine Inventarliste und Kaufbelege. Bei Erbstücken sollten zur Sicherheit Fotos gemacht werden.

Wer in einem Schließfach nur Dokumente aufbewahren will, sollte überlegen, ob eine Versicherung überhaupt notwendig ist. Denn einen immateriellen Schaden kann auch sie nicht ersetzen.

Bargeld sollte nicht ins Schließfach

Ein Viertel der getesteten Banken versichert kein Bargeld. Es sollte daher eher nicht im Schließfach aufbewahrt werden. Auch wenn die Bank das Geld versichert, ist die genaue Summe im Schadensfall nur schwer nachzuweisen.