Der Stresstest machte es nötig: Die Bank of America erhöht ihr Kapital und bringt eine Aktienemission am Kapitalmarkt unter. Sie will weiterhin ohne Staatshilfen auskommen.
Die Bank of America hat sich bei einem Aktienverkauf rund 13,5 Milliarden Dollar frisches Geld gesichert. Damit machte die US-Großbank einen weiteren Schritt zu dem Ziel, wie von den US-Behörden verlangt knapp 34 Milliarden Dollar neues Kapital zu finden.
Die Bank of America sammelt frisches Kapital und hat über Aktienverkäufe 13,5 Milliarden Dollar erhalten. (© Foto: Reuters)
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Zusammen mit dem vorherigen Verkauf einer Beteiligung an der China Construction Bank sammelte die Bank of America damit inzwischen fast 21 Milliarden Dollar ein. "Wir freuen uns, dass wir diesen Teil unseres Kapitalplanes abgeschlossen haben", erklärte Finanzchef Joe Price. "Dies stärkt und verbreitert unsere Kapitalstruktur."
Die Einnahmen des Aktienverkaufs fielen niedriger aus als die zuvor in Aussicht gestellte Summe von 17 Milliarden Dollar. Es seien insgesamt 1,25 Milliarden neue Aktien zu einem Durchschnittspreis von 10,77 Dollar verkauft worden, teilte die Bank of America am Mittwoch mit. An der Börse war die Aktie am Dienstag mit 11,25 Dollar aus dem Handel gegangen.
Riesiger Kapitalbedarf
Nach Informationen des Wall Street Journal setzte die Bank dabei den Großteil des Angebots - 825 Millionen Anteilsscheine - am Dienstag zum Stückpreis von nur zehn Dollar ab.
Der riesige Kapitalbedarf ergab sich aus dem sogenannten "Stresstest" der US-Regierung, bei dem die 19 größten US-Banken mit Hilfe von Rechenmodellen auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber der Wirtschaftskrise geprüft worden waren. Die Bank of America braucht dabei den höchsten Betrag an frischem Geld.
Das Institut will ohne weitere Staatshilfen auskommen. Der bisherige Plan war, zehn Milliarden Dollar durch Anteilsverkäufe zu heben, 17 Milliarden Dollar durch die Platzierung neuer Aktien und weitere sieben Milliarden aus den operativen Gewinnen abzuzweigen.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/kaf/pak)
Surfrider Beach in Malibu
Denn der Staat ist immer der schlechtere Unternehmer!
Vorher war es die wohl die China Construction Bank (immerhin ein guter Hinweis im Artikel- ) und wer diesmal?
Für die Banken ist dies sicherlich ein gutes Zeichen und Impuls für die Erholung des Kapitalflusses. Trotzdem sind die Auswirkungen der Krise enorm. Nicht nur in China, sondern auch in Staaten wie Grossbritanien, USA und Deutschland gibt es vermehrt Armut, Elend und ein Gefühl sozialer Verunsicherung. Auch wenn die Politiker gute Laune verbreiten, sollte doch zugegeben werden, dass die westlichen Staaten in ziemlich grossen Schwierigkeiten stecken und auch Deutschland sich nahe dem Staatsbankrott befindet. Das übermäßige Profitstreben und die Umverteilung von arm nach reich, wie sich im Auseinanderklaffen der sozialen Schere zeigt, war auch für die kapitalistische Wirtschaft kontraproduktiv. Denn diese ist auf den Massenkosum angewiesen. In Amerika hatten die Banken und Kapitalisten den Massenkonsum die letzten zwanzig Jahre durch Kreditvergabe beflügelt, bis die Verbraucher in Abhängigkeit von den Banken gerieten und von der Zinslast erdrückt wurden. Diese Mittel, welche die Reichen übrig haben, um sie den Arbeitenden als Kredit anzubieten, sollten ihnen weg genommen werden, damit höhere Löhne an die Arbeitenden ausgeben werden können und auch dafür, zu verhindern, dass Menschen in Armut leben. Dies belebt den Konsum und verhindert eine weitere Wirtschaftskrise.