Ab dem 1. August gelten neue Bafög-Regeln. Für Studenten besonders attraktiv: Sie bekommen mehr Geld - und dürfen zudem noch mehr hinzuverdienen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.
Das Abi haben sie endlich in der Tasche, nun bereiten sich viele junge Leute auf das Studium vor. Ab 1.August gelten zahlreiche Verbesserungen bei der staatlichen Berufsausbildungsförderung (Bafög). Die Bedarfssätze steigen, ebenso die Höchstförderung. Hier Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Studenten an der TU-München: Fleiß wird beim Bafög belohnt. (© Foto: AP)
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Wer hilft beim Bafög-Antrag?
Die Berater der Studentenwerke sind eine wichtige Anlaufadresse. In den ersten Wochen des Semesters herrscht dort großer Andrang - besser vorher anmelden.
Ab wann gibt es Bafög?
Frühestens ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Es ist also wichtig, diesen früh einzureichen; auch wenn Unterlagen fehlen. Ein Schreiben mit dem Satz "Ich beantrage Bafög" reicht.
Wie viel Geld gibt es?
Der Grundbedarf beträgt für einen Hochschulstudenten 366 Euro (bisher: 333 Euro). Durch Zuschläge für auswärtige Unterkunft von 218 Euro und Krankenversicherung von 59 Euro kann sich ein Gesamtbetrag von 643 Euro ergeben. Das Bafög wird für ein Jahr bewilligt, muss dann neu beantragt werden.
Welche Bedeutung hat das Einkommen der Eltern?
Die Unterhaltspflicht der Eltern ist vorrangig, mindestens 1555 Euro (bisher: 1440 Euro) pro Monat bleiben jedoch anrechnungsfrei. Ist der Auszubildende verheiratet, bleiben mindestens 1040 Euro Einkommen des Ehegatten anrechnungsfrei. Bei einem alleinstehenden Elternteil gilt eine Einkommensgrenze von 1400 Euro (bisher: 960 Euro).
Wie viel Vermögen ist zulässig?
Der Bafög-Empfänger darf nur 5200 Euro eigenes Vermögen haben. Ein Ehegatte oder ein Kind erhöhen diesen Freibetrag um jeweils 1800 Euro. Wer mehr hat, muss es für die Ausbildung nutzen.
Wie viel Nebenverdienst ist erlaubt?
Bislang konnten Studenten bis zu 350 Euro brutto im Monatsschnitt einnehmen, ohne die Förderung zu verlieren. Für Schüler lagen die Grenzen bisher noch niedriger. Ab August gilt für alle eine einheitliche Grenze von 400 Euro brutto. Das sind Durchschnittsbeträge - Monate mit höherem Einkommen können durch Zeiträume mit geringerem Einkommen ausgeglichen werden.
Wie lange gibt es Bafög?
Die Förderungsdauer hängt ab von der Regelstudienzeit der jeweiligen Fachrichtung. Wer abbricht und ein anderes Studium beginnt, kann weiter Bafög erhalten, wenn er wichtige Gründe nennt.
Was muss zurückgezahlt werden?
Studenten-Bafög gibt es zur Hälfte als Zuschuss, zur Hälfte als zinsloses Darlehen. Die Rückzahlung ist begrenzt auf 10.000 Euro. Gute Studenten erhalten zudem noch einen Rabatt.
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(SZ vom 08.07.2008/ftx/tob)
Griechenland und die Euro-Zone
Das gleicht gerade einmal die Inflation aus. Wird die absehbar steigenden Belastungen für Wohnung, Energie und Nahrung aber bereits ignorieren. Und wovon die Studiengebühr entrichtet werden soll bleibt unklar.
Diese Bafögerhöhung wird den Fachkräftemangel in fünf Jahren also nicht verhindern. Diese Bafögerhöhung verschleiert nur, daß der Fachkräftemangel in fünf Jahren mit anderen Mitteln gewährleistet wird.