Von Marco Völklein

Immer wieder versuchen dubiose Händler, Autokäufer hereinzulegen. Die miesesten Tricks - und wie sich Verbraucher verhalten sollten.

Nicht nur wegen der Abwrackprämie haben Autohändler derzeit viel zu tun.

Gebrauchtwagen, dpa

Wer ein Auto kaufen oder verkaufen will, hat viele Möglichkeiten. Nicht jedes Angebot aber ist auch wirklich so gut, wie es aussieht. (© Foto: dpa)

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Generell gehen viele Käufer im Frühjahr auf die Suche nach einem neuen Fahrzeug - egal, ob neu oder gebraucht. Zugleich haben aber auch Gauner und Betrüger Hochsaison. Sie nutzen vor allem das Internet für ihre schmutzigen Tricks. Hier sechs Maschen, vor denen Sicherheitsexperten warnen:

Trick 1: Erstmal eine Anzahlung

Wer findet das nicht interessant: Ein Audi TT oder ein BMW Z4 für nur 6000 Euro. Der Wagen sei deshalb so günstig, weil sich der Verkäufer angeblich in einer Notlage befindet. "Die Geschichten wechseln immer mal wieder", sagt Harald Schmidt von der Präventions-Zentralstelle, die die Polizei von Bund und Ländern eingerichtet hat. So sei beispielsweise der Besitzer erkrankt und brauche dringend Geld. Oder er sei nach England versetzt worden und benötige nun keinen Linkslenker mehr.

Zur "Verdeutlichung der Kaufabsicht" sollen die Interessenten aber zunächst einmal eine Anzahlung über die Geldtransfer-Firma Western Union leisten. Zum Nachweis der Anzahlung soll dem Verkäufer im Ausland der Namen des Einzahlers sowie die Kontrollnummer genannt werden. Die Verkäufer versichern: Western Union werde das Geld erst nach der Zustimmung durch den Käufer an den Verkäufer freigeben. "Tatsächlich kann der Verkäufer allerdings bereits durch Angabe des Absendernamens, des erwarteten Betrags und der Vorlage eines Ausweises das Geld abheben - und verschwinden", sagt Silvia Schattenkirchner, Rechtsexpertin des ADAC. Beim Kauf von Gebrauchtwagen sollte der Kaufpreis grundsätzlich erst bei Fahrzeugübergabe ausgehändigt werden, ergänzt Sabine Götz vom Automobilclub von Deutschland (AvD).

Trick 2: Zu viel Geld überwiesen

Wer sein Auto über das Internet zum Verkauf anbietet, erlebt häufig, dass Interessenten aus dem Ausland sich per E-Mail melden und den Kaufpreis sofort akzeptieren. "Unter einem Vorwand wird ein Scheck mit einem weitaus höheren Betrag an den Verkäufer geschickt als das Auto kosten soll", sagt Schattenkirchner. Der Differenzbetrag soll dann jedoch vom Verkäufer über Western Union an ein Verschiffungsunternehmen überwiesen werden. Der Trick dabei: Nach ein paar Wochen platzt der - zunächst gutgeschriebene - Scheck und der Verkäufer bleibt auf dem überwiesenen oder ausgezahlten Betrag sitzen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Trickbetrüger ihre Rufnummern umleiten und vermeintliche Notarkosten erheben.

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