Bei Unfall oder Krankheit auf Reisen hilft die Auslandskrankenversicherung - sofern die Bedingungen im Kleingedruckten stimmen.
Ob auf der Skipiste oder am Badestrand, beim Wandern in Südtirol oder auf der Autotour durch Kanada - plötzlich passiert ein Unfall oder der Reisende erkrankt und braucht dringend medizinische Hilfe. "Da so etwas immer geschehen kann, ist eine Reisekrankenversicherung für jeden sinnvoll, der im Ausland Urlaub macht'', sagt Heidemarie Krause-Böhm von der Verbraucherzentrale Bayern. Wer jetzt in die Osterferien startet, sollte sich also vorher noch um den Versicherungsschutz kümmern.
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Bei einem aufwendigen Rücktransport kommt schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen. (© Foto: AP)
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Warum ist die Reisekrankenversicherung so wichtig?
Wer im Ausland einen Arzt in Anspruch nimmt, muss ihn in der Regel zunächst aus der eigenen Tasche bezahlen. Bei Behandlungen innerhalb Europas und in Ländern, mit denen Sozialversicherungsabkommen bestehen, erstattet die deutsche Krankenkasse die Ausgaben zwar nach der Rückkehr. Allerdings kassieren Ärzte im Ausland oft Gebühren, die die deutschen Kassen nur zum Teil übernehmen. "Auf dem Differenzbetrag bleibt der Versicherte sitzen'', sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Und bei einem aufwendigen Rücktransport des Patienten kommt schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen. Wortberg: "Dieses Risiko sollte man angesichts der paar Kröten, die eine Reisekrankenversicherung verlangt, nicht eingehen.''
Was kostet eine solche Versicherung?
Ein Jahresvertrag für eine Einzelperson kommt je nach Versicherer auf fünf bis 25 Euro. Verträge für Familien liegen zwischen 15 und 35 Euro. Sinnvoll sind Jahresverträge: Der Versicherte zahlt einmal den Beitrag und ist damit ein Jahr lang auf sämtlichen Reisen abgesichert - sofern jede einzelne Tour nicht länger als sechs oder acht Wochen dauert.
Benötigen auch privat Krankenversicherte eine solche Zusatzpolice?
In einigen Fällen schon. Denn manche private Krankenversicherung übernimmt zwar Ausgaben für eine medizinische Notfallbehandlung, kommt aber nicht für den Rücktransport nach Deutschland auf. Außerdem sind gerade ältere Menschen, die sich über die hohen Beiträge im Alter geärgert haben, in einen Basis- oder Spartarif gewechselt, der Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenkasse bietet. "In solchen Spartarifen sind Auslandsleistungen oft nicht enthalten'', sagt Wortberg.
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