Arbeitsmarkt Zahl der Mini-Jobs sinkt

Optimistische Signale vom Arbeitsmarkt: Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat die Zahl der befristeten und Mini-Jobs 2013 abgenommen, während die Zahl der klassischen Anstellungen auf Rekordniveau gestiegen ist.

  • Während die Zahl der Mini-Jobs und befristeten Arbeitsverhältnisse im vergangenen Jahr deutlich gesunken ist, stieg die Anzahl Menschen in Teilzeitbeschäftigungen.
  • Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen erreichte 2013 ein Rekordniveau.

Weniger befristete und Mini-Jobs

Im vergangenen Jahr arbeiteten weniger Menschen in befristeten Anstellungen oder Mini-Jobs. Wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, sank die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten um 85 000 auf 7,8 Millionen.

Als atypische Beschäftigungen gelten neben Mini-Jobs und befristeten Verträgen auch Teilzeitjobs mit weniger als 20 Wochenstunden, sowie Zeitarbeit. Vor allem die Zahl der befristeten Beschäftigungen ging deutlich zurück. Im vergangenen Jahr hatten 2,61 Millionen Menschen einen befristeten Arbeitsvertrag. Das waren fünf Prozent weniger als noch im Jahr 2012 und so wenig wie zuletzt im Jahr 2005. Die Zahl der Mini-Jobs sank um zwei Prozent auf 2,5 Millionen, die der Zeitarbeiter um 5,5 Prozent auf 704 000. Dagegen stieg die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten auf 5,05 Millionen, den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Der Anteil der Frauen unter den Teilzeitbeschäftigten betrug 85 Prozent.

Gesamtzahl der Erwerbstätigen so hoch wie nie zuvor

Während die atypischen Beschäftigungen abnahmen, stieg die Zahl der Menschen in normalen Arbeitsverhältnissen und Teilzeitbeschäftigungen mit einer Arbeitszeit von über 20 Stunden auf 24,6 Millionen an. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 36,4 Millionen Menschen erwerbstätig, ein neues Rekordniveau. Der Anteil der atypisch Beschäftigten betrug 21 Prozent und war damit ein Prozent niedriger als im Jahr 2012.