Antrag bei Bundesnetzagentur Post will Briefporto auf 60 Cent erhöhen

Briefe verschicken wird nochmal teurer: Die Post plant, das Porto auf 60 Cent zu erhöhen.

Die Deutsche Post will den Standardbrief von 2014 an erneut teurer machen. Das Unternehmen plant eine Erhöhung von 58 auf 60 Cent. Erst im vergangenen Januar hatte die Post das Briefporto von 55 auf 58 Cent erhöht.

Die Deutsche Post will das Briefporto erneut erhöhen. Ab dem 1. Januar 2014 soll der Standardbrief nicht mehr wie derzeit 58 Cent, sondern 60 Cent kosten, teilte die Post mit. Die Preise für die anderen nationalen Briefformate wie Kompaktbrief und Postkarte sollen unverändert bleiben. Allerdings muss die Bundesnetzagentur den Plänen noch zustimmen.

Auch die Preise für zahlreiche andere Postdienstleistungen sollen zum neuen Jahr teurer werden, wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorging. Der Versand von Paketen im Inland soll künftig neun Cent mehr kosten. Bei Sendungen bis zu zehn Kilogramm etwa sollen ab dem neuen Jahr 6,99 Euro fällig werden statt bislang 6,90 Euro. Der Preis für Päckchen bis zwei Kilogramm soll mit 4,10 Euro aber konstant bleiben.

Teurer sollen auch Einschreiben werden, wie die Post mitteilte. Der Preis für normale Einschreiben solle um 10 Cent auf 2,15 Euro angehoben werden. Bei Einwurf-Einschreiben würden 1,80 Euro fällig statt bislang 1,60 Euro. Für sechsmonatige Nachsendeaufträge - etwa bei Umzügen - will die Post künftig 4,70 Euro mehr verlangen. Für Nachsendungen würden dann 19,90 Euro fällig.

Zweite Porto-Erhöhung innerhalb eines Jahres

Die Post hatte erst Anfang dieses Jahres das Porto für den innerdeutschen Standardbrief bis 20 Gramm erstmals seit September 1997 angehoben, von 55 auf 58 Cent. Die erste Briefpreiserhöhung nach mehr als 15 Jahren brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte im Sommer, die Deutsche Post strebe an, die Portopreise künftig im Einklang mit der Inflationsrate anheben zu können. Preiserhöhungen kann die Post allerdings nur mit Genehmigung der Bundesnetzagentur durchsetzen. Preisänderungen bei Briefsendungen bis zu einem Gewicht von 1000 Gramm muss sich das Unternehmen stets vorab von der Behörde genehmigen lassen.

Im Oktober 2013 hatte die Bundesnetzagentur eine neue Formel für Preisanpassungen in den kommenden Jahren vorgegeben. Der Preisanstieg für den Brieftransport darf mit einem Abstand von 0,2 Prozentpunkten der durchschnittlichen Inflationsrate folgen. Davor gab die Behörde einen Abstand von 1,8 Prozentpunkten vor.