Die Allianz schaut auf die Insel. Der Konzern nimmt den britischen Versicherungsmarkt unter die Lupe - und schließt auch Zukäufe nicht aus.

Die Allianz will offenbar ihre Präsenz in Großbritannien sowohl in der gewerblichen Versicherung als auch bei Angeboten für Privatkunden ausbauen, berichtet die Financial Times am Freitag unter Berufung auf Vorstandsmitglied Clement Booth.

"Grundsätzlich ist der britische Markt für uns interessant," sagt Allianz-Vorstand Clement Booth. (© Foto: dpa)

Anzeige

Dabei sei auch eine große Akquisition in der Sachversicherung möglich. "Grundsätzlich ist der britische Markt für uns interessant", zitierte die Zeitung Booth.

"Ich setze keine Obergrenze oder eine Untergrenze", sagte er auf die Frage der der Größe eines Zukaufs.

Im Lebensversicherungsmarkt will die Allianz Policen nach US-Vorbild auch in Großbritannien einführen: Rentenprodukte mit der Möglichkeit, sich das gesparte Geld vorzeitig auszahlen zu lassen.

Diese Versicherungsprodukte drängten massiv nach Europa, "und wir haben daran teil", sagte Booth der Zeitung.

In den klassischen britischen Lebensversicherungsmarkt, aus dem sich der Münchener Finanzkonzern 2004 zurückgezogen hatte, wolle er nicht wieder einsteigen.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/Reuters/jkr/tob)