Deutsche Anleger vermeiden Aktieninvestments - aus Risikoscheu. Doch Fondskäufe im Krisenjahr 2003 brachten jährlich zweistellige Renditen. Investmentfonds lohnen sich - wenn man einige Regeln beachtet.
Die Deutschen agieren in Finanzdingen sehr sicherheitsorientiert. Nicht nur, dass ein ausgesprochen niedrig verzinstes Sparbuch immer noch sehr beliebt ist - auch die starke Nachfrage von Garantie- und Teilschutzprodukten belegt die grassierende Angst vor dem Risiko.
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Keine Angst: Wenn die Börsen-Stimmung am Tiefpunkt ist gilt: Pack' den Stier bei den Hörnern und investiere. (© Foto: dpa)
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Dabei sind Aktieninvestments infolge der langen Baisse von 2000 bis 2003 auch heute noch sehr unpopulär - vor allem die Erfahrungen mit dem Absturz der Telekom-Aktie schmerzten die deutschen Anleger sehr.
Geduld und Ausdauer sichert den Erfolg
Dessen ungeachtet gilt Folgendes: Je länger die Ansparphase, desto mehr gleichen sich rapide Aktienkursschwankungen aus, und man erhält eine Rendite, die deutlich über jener anderer Investments liegt. Die beispielhafte Rechnung des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), dem Verbands der deutschen Fondsindustrie, belegt das eindrücklich.
Wer 2003, dem Jahr, als die Stimmung an den Börsen auf dem Tiefpunkt war, in osteuropäische Aktienfonds investierte, der erzielte zum Stichtag 31. Januar 2008 eine jährliche Rendite von 31 Prozent. Mit Schwellenländerfonds waren es mit 25,9 Prozent etwas weniger.
Hintergrund war das enorme Wachstum in diesen Regionen. Jahrzehntelang abgekapselt von der Weltwirtschaft, hatten und haben diese Volkswirtschaften enormen Nachholbedarf. Investitionen aus dem Westen gepaart mit dem starken Antrieb der Bürger, dort zu Wohlstand zu kommen, führten auch zu zweistelligen Wachstumsraten. Dieser Umstand katapultierte die Gewinne der dortigen Firmen nach oben, woran deutsche Sparer über einen Aktienfonds partizipieren konnten. Weitaus niedrigere Wachstumsraten in den USA und Westeuropa drückten die Renditen. Aktien aus Deutschland schnitten mit jährlich 18,8 Prozent vergleichsweise gut ab. Grund: Sie waren zuvor stärker als andere Märkte von der Baisse gebeutelt worden.
Hohe Renditen mit kalkuliertem Risiko
Fonds sind auch ein ideales Vehikel für Investments in bestimmte Themen. Die steigenden Rohstoffpreise spiegeln sich zum Beispiel in der Fondsrendite von 18,5 Prozent pro Jahr wider.
Rentenfonds, die in Staats- sowie Unternehmensanleihen investieren, warfen im Euroraum 2,9 Prozent Rendite ab - in den Schwellenländern waren es 9,4 Prozent jährlich, was Ausdruck der höheren Ausfallwahrscheinlichkeiten in diesen Ländern ist. Immobilien gelten als sicheres Investment, die Renditen offener Fonds lagen bei vier Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Geldmarktfonds brachten 2,2 Prozent.
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wenn's mal wieder bergab geht... Diesmal der Vers vom antizyklischen Handeln. Falls es sich noch nicht herumgesprochen haben sollte, Herr Zydra, der Blick auf die Vergangenheit erlaubt keine Prognose für die Zukunft. Die Quintessenz dieses banalen Artikels lautet "kaufe wenn's billig ist und verkaufe wenn's teuer ist". Danke für diesen wertvollen Hinweis.
Nur zu blöd, dass man erst hinterher weiß, was "billig" und was "teuer" war.
Wir befinden uns im Moment in einer phase der Globalen Schuldenzerstörung (debt deflation). Momentan werden die ganzen Hebelprodukte "enthebelt", sprich mehr Kapital muss in schlechte Schulden aufgesaugt werden. Dadurch entsteht eine unglaubliche Volatität, welches nur noch durch das Eingreifen der Zentralbanken angeheizt wird.
Ich kann jedem der jetzt in den Aktienmakrt einsteigen will, nur dringenst davon abraten. Man sollte warten bis die Aktienindexe für mindestens zwei Wochen nur um maximal 1% pro Tag sich ändern.