Die ADAC-Kreditkarte verspricht weltweit gebührenfreien Zugriff aufs Guthaben und hohe Zinsen - damit ist es jedoch nicht weit her.
"Neu: Weltweit keine Bargeldgebühren bei Abhebungen aus Guthaben." So hebt der ADAC eine wichtige Neuerung hervor, mit der Deutschlands größter Automobilclub seine Kreditkarten attraktiver machen will. Zudem hat der Club die Guthabenzinsen angehoben.
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Das gebührenfreie Abheben von Bargeld gilt leider nur in der Eurozone - nicht für Reiseländer wie Schweiz, Türkei oder USA. (© Foto: DDP)
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Auf den ersten Blick ist die gebührenfreie Bargeldversorgung ein echtes Plus. Zumindest für jene Leute, die keine Sparkassenkunden sind und nicht auf deren dichtes Netz von 24.400 Geldautomaten in Deutschland zugreifen können.
Denn wer hierzulande "fremdgeht", wird von der anderen Bank jedes Mal mit Gebühren von vier bis zehn Euro pro Bargeldabhebung zur Kasse gebeten. Da hat man die Jahresgebühr von 29 Euro für die normale Version der ADAC-Karte schnell zurück. Zumal Autofahrer weltweit zwei Prozent Rabatt auf alle Umsätze an Tankstellen bis maximal 2500 Euro erhalten. Das ergibt eine Ersparnis von bis zu 50 Euro.
Das Guthaben wächst nicht durch die Zinsen
Schade, dass es erst ab 2000 Euro, die auf dem Kreditkartenkonto liegen, einen attraktiven Zins von drei Prozent gibt. Darunter sind es magere zwei Prozent. Ab 10.000 Euro betragen die Zinsen dann 3,50 und ab 25.000 Euro 3,75 Prozent. Allerdings rechnet es sich, das knapp verzinste ADAC-Guthaben wirklich nur zu nutzen, um eine gebührenfreie Bargeldversorgung sicherzustellen, und darüber hinaus gehende Beträge bei einer Direktbank anzulegen, wo es gerade bis zu 4,75 Prozent gibt.
Einen Umstand muss man dem ADAC allerdings negativ ankreiden: dass er es - wie die Volkswagen Bank - mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Traut man Bankern leider heute schon viel zu, wiegt dies beim ADAC umso schwerer, weil er sich als eine Art Verbraucherschutz-Organisation empfindet oder sich so gibt. Mit den "weltweit keine Gebühren" ist es nämlich nicht so weit her.
Diese Regelung gilt - genauso wie bei der Autobank - nur für die Eurozone. Und eben nicht für beliebte Reiseländer wie die Schweiz, die Türkei oder die USA, in denen andere Währungen Gültigkeit haben. Denn wer dort Geld abhebt, dem wird ein sogenanntes "Auslandseinsatzentgelt" in Rechnung gestellt. Das sind Zinssätze von einem (ADAC) oder 1,5 Prozent (VW Bank), die man dem offiziellen Umrechnungskurs der Kreditkarten-Organisation aufschlägt. Die VW-Bank macht das in ihren Kreditkarten-Abrechnungen nicht einmal deutlich. Eine Abrechnung des ADAC liegt der Redaktion nicht vor.
Banken haben doch die Nase vorn
Für Verbraucher, die sich auf die falschen Versprechen einlassen, kann das fatale Folgen haben: Wer beispielsweise in der Schweiz mit der normalen Maestro-Karte seiner Sparkasse, aber auch der VW-Bank Geld abhebt, zahlt - je nach Höhe der Bargeldabhebung - geringere Gebühren als mit der angeblich gebührenfreien Kreditkarte der Autobank. Die Gebühr des ADAC in der Nicht-Eurozone ist zwar vergleichsweise günstig, aber auch nicht günstiger als die meisten Maestro-Karten und erst recht nicht "gebührenfrei". Nur drei deutsche Banken bieten zur Zeit auch in der Nicht-Eurozone tatsächlich eine Bargeldversorgung ohne irgendwelche Aufschläge an: die Deutsche Kreditbank (DKB), Comdirect und die SKG-Bank.
- Produkttest Keine Gebühren, aber astromomische Zinsen 28.01.2008
- Wechselkurse Der Euro erobert New York 12.03.2008
(SZ vom 14.03.2008/sme)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
"...wer hierzulande "fremdgeht", wird von der anderen Bank jedes Mal mit Gebühren von vier bis zehn Euro pro Bargeldabhebung zur Kasse gebeten..."
Nicht von der anderen Bank wird man mit einer Gebühr belastet, sondern von der eigenen. Seit ein paar Jahren muß die eigene Bank einen Preis nennen, was es kostet, wenn man bei einem Automaten einer anderen Bank abhebt. Einfach mal nachfragen ...
"Nur drei deutsche Banken bieten zur Zeit auch in der Nicht-Eurozone tatsächlich eine Bargeldversorgung ohne irgendwelche Aufschläge an: die Deutsche Kreditbank (DKB), Comdirect und die SKG-Bank. "
Auch die comdirect ist ein Blender.
Die comdirect bietet zwar im Ausland gebührenfreies abheben am Geldautomaten.
In Deutschland zahlt man aber die normalen Visa Gebühren.
ich habe seit vielen Jahren eine ADAC-Visa bzw. Eurocard, die aber von der LBB, sprich der Landesbank Berlin sind. Zu DM-Zeiten hatte ich einen Guthabenbetrag auf dem Konto und konnte durch diesen Umstand, soviel ich mich erinnere täglich bis zu DM 4000 ohne Kosten in der BRD abheben. Bei Fremdwährungen kam genannter Auslandwährungsaufschlag zum Tragen. Soviel zum Positiven.
Bei den Bewerbern die in der ADAC-Zeitschrift ihre Produkte anpreisen, ist allerdings vorsicht angesagt.
- bei obengenannter Bank habe ich durch viel Versprechungen zwei Fonds gezeichnet. Reinfall!! Selber schuld, wird der eine oder andere Kommentator denken.
- hatte bei einem Handy-Angebot, der einen Netzvertrag miteinschloss, zwar den Netzvertrag für zwei Jahre am Hals, aber das damit verbundene Handy wurde nie geliefert, da der Händler zwar die Provision für den Handy-Vertrag kassierte, vor der Lieferung der Hardware aber in Insolvenz ging. Er war schon nicht mehr Lieferfähig, selbst als die Werbung noch im ADAC lief. (Rückfrage bei einem ADAC-Mitarbeiter)
- Sportschuhkauf - mindere Qualität
Dies alles hat natürlich der ADAC nicht zu vertreten. Mein Vorwurf liegt darin, dass der Autoclub, dem ich ja durch seine Club-Leistungen zugetan bin, solchen windigen Firmen seine Renommé zur Verfügung stellt.
Cash group), die untereinander die Geldautomaten kostenlos zur Verfügung stellen.
Es gibt _spar_-Konten, die in begrenzter Zahl kostenlose Auslandsabhebungen mit Umrechnung zum Devisenkurs bieten (z.B. Postbank über visaplus)
...falls wer wirklich EU-weit kostenlos an allen Geldautomaten Geld abheben mag und auf Femdbankgebühren verzichten will, kann er zum Beispiel ein Konto in Österreich eröffnen. Keine Gebühren fürs Abheben EU-weit, also auch in der BRD und keine Kosten für EU-Überweisungen...
Klingt komisch, ist aber so...
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