Neuer Ärger beim Strompreis: Im Großhandel sinken die Preise für Elektroenergie, doch die Versorger verlangen von ihren privaten Kunden mehr. Verbraucherschützer sind empört.
Trotz halbierter Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) müssen private Haushalte in Deutschland für Strom 5,8 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.
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Für eine Kilowattstunde müssen deutsche Verbraucher im Schnitt 22,64 Cent bezahlen - zu viel monieren Verbraucherschützer. (© Foto: ddp)
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Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine Studie des unabhängigen Vergleichsportals Verivox.de. Stromversorger hätten die günstigen Einkaufspreise nur an Sondervertragskunden wie zum Beispiel Konzerne weitergegeben. Hier sanken die Preise laut Statistischem Bundesamt um 8,5 Prozent.
Verbraucherschützer fordern jetzt eine Überprüfung durch die Wettbewerbshüter. Peter Blenkers, Energie-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sagte: "Hier sind die Kartellbehörden gefragt. Sie müssen prüfen, ob das mit rechten Dingen zugeht."
Mindestens 124 Euro zu viel
Im Rahmen der Studie hat Verivox die Preise der lokalen Grundversorger, ihrer Wettbewerber und die Beschaffungspreise an der Strombörse EEX untersucht. Demzufolge müssten Kunden, die einen Vertrag mit dem lokalen Grundversorger abgeschlossen haben, im Oktober dieses Jahres im bundesweiten Schnitt 22,64 Cent für eine Kilowattstunde (kWh) Strom bezahlen.
Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 kWh ergebe sich ein Rechnungsbetrag von jährlich 906 Euro. Das ist ein Anstieg von 51 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Wären die Preise ebenfalls um 8,5 Prozent wie bei den Großkunden gesunken, läge die Jahresrechnung bei 782 Euro. Verivox zufolge zahlen Privatkunden also mindestens 124 Euro zu viel.
Verbraucherschützer Blenkers wies darauf hin, dass die Kunden noch immer zu zögerlich beim Wechsel des Stromanbieters seien. "Zwei von drei Kunden sind noch immer bei einem teuren Grundversorger, erst zehn Prozent aller Kunden haben ihren Stromanbieter gewechselt. Und das obwohl bei einem Wechsel oft hundert Euro und mehr an Ersparnis drin sind."
Wie Sie Ihren Stromanbieter wechseln, lesen Sie hier.
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(sueddeutsche.de/Reuters/pak/tob)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Viel schlimmer ist, dass Strom in den USA derzeit mit 4 cent/KWh an Großkunden tarfiert wird und hier bei mehr als dem vierfachen taxiert ist. Wo bleibt da die Konkurrenzfähigkeit?
Der Energiemarkt ist bis heute faktisch NICHT liberalisiert, NICHT reguliert und NICHT kontrolliert ...
Unsere Energie-MONOPOLISTEN schalten und walten wirklich nach "Gutsherrenart" - mit (amigo-) freundschaftlicher Unterstützung aus der korrumpierbaren INSM-Politik ...
Und wird dann wirklich einmal ein Verfahren gegen einen oder mehrere Energie-Monopolisten initiiert - dann wird dieses Verfahren gegen Zahlung lächerlich niedriger Strafen gleich wieder eingestellt ...
Nirgends wird die "Schein-Liberalisierung" und die "Schein-Deregulierung" in unserer "Schein-Demokratie" so deutlich, wie bei bei unseren de facto Energie-Monopolisten ...
Wenn man einmal von dem Einknicken und Totalversagen unserer "politischen Eliten" vor der Pharmalobby, vor der Versicherungs- und Finanzwirtschaft, etc. pp. absieht ...
Nichts gegen Leistung und Wettbewerb - aber wir brauchen neutrale Schiedsrichter !!!
Schiedsrichter, hier als Ordnungspolitiker, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind ... :-((
Es gibt eben Uhren und Uhren, Und die Uhren von den Energieversorgern, die laufen eben anders, Vor allem, die laufen immer schneller,
So lange Erdgas für Privatverbraucher teuer und preislich unberechenbar ist, werden sich dezentrale Kraftwerke kaum lohnen. Aktuell wird ERdgas ab etwa 5 Cent/kWh angeboten. Bei unter 50% Wirkungsgrad kostet selbst erzeugter Strom also mindestens 10 Cent plus Unterhalt und Abschreibung auf den Generator.
Mittlerweile soltle jedme klar sein, dass die Zukunft in der "Dezentralen Einergieversorgung" besteht, d.h. Privatleute, Kommunen & Städte erzeugen ihren eigenen Strom.
Es gibt die technischen Möglichkeiten schon längst. Doch das ist politisch nicht gewollt.
Sonnenkollektroen zum Vorwärmen des eigenen Wassers, regionale bzw. örtliche Biogasanlagen, Windkraft und Wasserkraft, Geothermie, Sonnenenergie und evtl. ein kleiner Anteil von fossilien Energien würde absolut reichen.
Natürlich müsste die INdustrie entsprechende Konzepte anbieten, sowohl im Bereich der Mikrokraftwerke als auch bei den Verbracuhsgeräten und bei der Dämmung. Das sog. 1-Liter-Haus ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Paging