15. Februar 2013 17:19 Umfrage Mehr als ein Drittel der Deutschen will die D-Mark zurück

Das Vertrauen in den Euro ist 2012 gewachsen, trotz Krise. Aber da war doch noch eine andere Währung: Noch immer würden 35 Prozent der Deutschen lieber mit D-Mark bezahlen. In anderen Ländern ist die Begeisterung für den Euro größer.

Die Zahl der Deutschen, die sich nach wie vor nicht mit der europäischen Gemeinschaftswährung angefreundet hat, ist nach wie vor hoch: 35 Prozent der deutschen Bevölkerung würde immer noch lieber mit D-Mark als mit Euro bezahlen. Auch wenn die Zahl derjenigen, die sich die D-Mark zurückwünschen, im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte gesunken ist. Das zeigt eine Studie des Nürnberger Marktfoschung GfK.

In Ländern wie Italien (75 Prozent) oder den Niederlanden (80 Prozent) ist der Zuspruch deutlich höher. In Griechenland nahm der Anteil der Euro-Anhänger binnen Jahresfrist etwas ab, von 81 auf 76 Prozent. In den Nicht-Euro-Ländern Polen und Schweden wünscht sich mit zehn beziehungsweise sieben Prozent nur noch eine absolute Minderheit die Gemeinschaftswährung.

Die Bürger der elf untersuchten Länder sollten auch das Krisenmanagement ihrer Regierungen beurteilen. Mancherorts bewerteten die Befragten die Krisenpolitik besser als im Vorjahr - so auch in Deutschland. Allerdings sind hierzulande noch immer 44 Prozent der Meinung, dass die schwarz-gelbe Koalition bei diesem Thema versage. 2012 waren es fast zwei Drittel. Nur 17 Prozent finden den Umgang mit der Krise gut (2012: acht Prozent).

Interessant ist vor allem der Blick auf Italien, wo in etwas mehr als einer Woche gewählt wird. Hier hat sich der Studie zufolge die Einstellung zur Regierung merklich verbessert: Verteilten 2012 noch drei Viertel der Italiener schlechte Noten, ist es heute nur noch gut die Hälfte. Für die Studie hat der GfK-Verein im Oktober und November etwa 11.000 Menschen im Alter von über 14 Jahren in zehn europäischen Ländern und den USA befragt.