Neue Hiobsbotschaft von der UBS: Die von der US-Hypothekenkrise schwer getroffene Schweizer Großbank hat im Vorjahr einen Verlust von rund 2,7 Milliarden Euro geschrieben.

Die US-Immobilenkrise hat dem Schweizer Bankkonzern UBS den Jahresabschluss gründlich verhagelt.

UBS; AFP

Tief rot: Die Bilanz des Schweizer Bankkonzerns für 2007 wird Milliardenverluste ausweisen. (© Foto: AFP)

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Noch Mitte Dezember hatte die UBS einen Verlust für das ganze Jahr lediglich als "möglich" bezeichnet.

Wie die Bank am Mittwoch in Zürich mitteilte, summierte sich der Verlust im Jahr 2007 auf rund 4,4 Milliarden Franken, nachdem 2006 noch 11,25 Milliarden Franken Reingewinn erzielt worden waren. Allein im vierten Quartal beliefen sich die Verluste auf 12,5 Milliarden Franken (7,4 Milliarden Euro). Genaue Zahlen will die UBS am 14. Februar liefern.

Mittlerweile habe die UBS 2007 wegen der Schieflage auf dem US-Häusermarkt rund 18,4 Milliarden Dollar abgeschrieben, sagte ein Sprecher der Bank. Seit den letzten Abschreibungen Mitte Dezember seien damit noch einmal vier Milliarden Dollar hinzugekommen.

Gründe dafür seien die schwachen Handelserträge im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) innerhalb der Investmentbank. Das FICC-Ergebnis beinhaltet Verluste von voraussichtlich zwölf Milliarden Dollar auf US-Subprime-Positionen sowie rund zwei Milliarden Dollar auf andere Bestände, die mit dem US-Wohnimmobilienmarkt in Verbindung stehen.

Dünne Eigenkapitaldecke

Ohne die geplante Kapitalspritze von rund acht Milliarden Euro vom Staatsfonds GIC aus Singapur und von einem nicht genannten Investor aus dem Nahen Osten würde damit auch die Eigenmitteldecke der Großbank knapp.

Die Kernkapitalquote liegt per Ende 2007 noch bei 8,8 Prozent - die Mindestanforderung bei acht Prozent.

Ende September hatte die UBS noch eine Kernkapitalquote von 10,6 Prozent ausgewiesen. Am 10. Dezember hatte die Bank erklärt, mit den geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis wolle man eine Quote von über zwölf Prozent erreichen. Die Kapitalerhöhung in Form einer Pflichtwandelanleihe muss am kommenden 27. Februar von einer außerordentlichen Generalversammlung genehmigt werden.

Börsenhändler in Zürich bewerteten die abermaligen Abschreibung unterschiedlich: "UBS hat noch etwas mehr abschreiben müssen, als sie bisher gesagt haben. Das ist enttäuschend." Ein anderer Marktteilnehmer sagte: "Ein schlechtes Ergebnis, aber es ist schon sehr viel Negatives im Kurs enthalten." Vorbörslich war die UBS-Aktie drei Prozent tiefer indiziert.

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(AP/Reuters/ckn/hgn)