US-Regierung rettet Finanzmärkte
Hoffnung in der Krise
18.09.2008, 22:27
Die amerikanische Regierung will den krisengeschüttelten Banken mit einem Rettungsfonds zu Hilfe kommen. Der dramatische Schritt löste an der Wall Street in New York Euphorie aus, der Dow-Jones-Index stieg in wenigen Minuten um fast 400 Punkte. Zuvor schon hatten die Notenbanken in Amerika, Europa und Japan die Rekordsumme von 180 Milliarden Dollar in den Finanzmarkt gepumpt.
Nach einem Bericht des Fernsehsenders CNBC soll der geplante Fonds den Banken ihre "schlechten" Kredite abnehmen. Viele dieser Darlehen sind an Hauskredite gekoppelt, die im Zuge der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten massiv an Wert verloren haben.
Offiziell wurde der Bericht bis zum späten Abend nicht bestätigt, doch hatte sich der einflussreiche demokratische Senator Charles Schumer auch schon für eine "dauerhafte" Lösung der Krise ausgesprochen. "Das Finanzministerium und die Notenbank sind sich darüber im Klaren, dass wir eine dauerhafte Lösung brauchen", sagte Schumer vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses. Er regte die Einrichtung einer Agentur an, die den Banken Kapital zur Verfügung stellt.
Leichte Entspannung an den Märkten
Schon zuvor hatten sich die Finanzmärkte nach der Stützungsaktion der Notenbanken etwas beruhigt. Dabei stellte die amerikanische Federal Reserve 180 Milliarden Dollar zur Verfügung, auf die auch andere Notenbanken zugreifen konnten, darunter die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan. Auf diese Weise bekommen die Kreditinstitute eine neue Finanzierungsquelle. In Frankfurt legte der Deutsche Aktienindex zunächst zu, er schloss allerdings leicht im Minus. Gewinner an der New Yorker Börse waren Finanztitel wie AIG, Citigroup und Bank of America.
| Die Bilder der Finanzkrise Banker am Boden | ||||||||||||||
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Zur Beruhigung der Lage trug auch die Börsenaufsicht SEC bei. SEC-Chef Christopher Cox schränkte die Spekulation auf sinkende Kurse wesentlich ein. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo kündigte umfassende Ermittlungen gegen Händler an, die im Verdacht stehen, die Kurse manipuliert zu haben.
Zuvor hatten die britischen Behörden in einem beispiellosen Schritt Leerverkäufe von Aktien, eine besondere Form der Börsenspekulation, komplett verboten. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain kündigte an, den Chef der SEC, Christopher Cox, im Falle eines Wahlsieges zu feuern. Er habe zugelassen, dass die Wall Street zu einem "Spielcasino" wurde.
Positiv wurden auch Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Investmentbank Morgan Stanley durch die Geschäftsbank Wachovia aufgenommen.
Nach Medienberichten befinden sich Morgan Stanley und Wachovia in "fortgeschrittenen Verhandlungen" über eine Fusion. Als Interessenten an Morgan Stanley werden auch die britische Großbank HSBC und der chinesische Staatsfonds Citic genannt.
Die schwer angeschlagene Sparkasse Washington Mutual hat sich ebenfalls zum Verkauf gestellt. Gerettet ist inzwischen die größte britische Hypothekenbank, die Halifax Bank of Scotland (HBOS). Das akut gefährdete Geldinstitut soll vom Konkurrenten Lloyds TSB für 15,4 Milliarden Euro übernommen werden.
In Washington rechtfertigte George W. Bush die Entscheidung, den Versicherungskonzern AIG unter Staatskontrolle zu stellen. Bisher hatte sich der Präsident mit Bemerkungen zur Lage der US-Wirtschaft auffallend zurückgehalten.
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![]() 19.09.2008 17:41:28 geopolitical.biz: Mickey Mouse Politik ...das kann niemals gutgehen und ebenso wie die seit Jahren verfehlte expanisve Geldpolitik der US-Notenbank werden die Probleme dadurch nur weiter in die Zukunft verlagert und die Gefahren steigen weiter an, anstatt dass man jetzt einen schmerzvollen Schritt und Schnitt zulässt für einen Neubeginn. Das was Amerika nun macht ist tiefste Planwirtschaft und Sozialismus. Aber es bietet uns Europäern und unseren Firmen auch grosse Chancen unseren Vereinigten Wirtschaftsraum "Europa" besser zu positionieren. Die Vereinigten Staaten von Eurpa mit ihrer EURO-Währung und dem Wachstums- und Erweiterungspotential in Osteuropa werden eine wichtige ausgelichende Achse werden in Zukunft, vor allem unter geopolitischen Gesichtspunkten als Stabile Stütze zwichen Amerika und Asien. Markus Miller Gründer www.geopolitical.biz ![]()
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