Bei der jährlichen Konferenz für Software-Entwickler in San Francisco kündigte Apple-Chef Steve Jobs zwar einen Windows-fähigen Browser an. Auf einen großen Wurf á la iPod warteten Anleger aber vergeblich.

Die Aktie des Computerkonzerns Apple musste nach den jüngsten Aussagen von Unternehmenschef Steve Jobs deutliche Verluste hinnehmen. An der Wall Street verlor das Papier 3,45 Prozent und kostete zum Börsenschluss am Montag 120,19 Dollar.

Konzern-Chef Steve Jobs verkündete auf der jährlichen Konferenz für Softwareentwickler in San Francisco, dass der Apple-Internet-Browser Safari künftig auch auf dem Betriebssystem Windows des Konkurrenten Microsoft laufen werde.

Mehr noch: Apple wird unabhängigen Entwicklern erlauben, über Safari Programme für sein mit Spannung erwartetes Multimedia-Handy iPhone zu schreiben. Mit dieser Ankündigung schwächte Jobs die bisherige Haltung des Konzerns ab.

Ursprünglich wollte Apple wegen Sicherheitsbedenken das iPhone so bauen, dass es keine Programme von anderen Anbietern unterstützt.

Einen neuen großen Wurf wie den iPod hatte der Apple-Chef indes nicht in petto. Anleger trennten sich daraufhin von der Aktie, die in diesem Jahr bereits stark zugelegt hatte.

Seit der Ankündigung des iPhones am 9. Januar 2007 hatte sich die Aktie um 46 Prozent verteuert. Vergangene Woche erreichte sie mit 127,61 Dollar ein Allzeithoch.

Apple wird das iPhone am 29. Juni in den USA zusammen mit dem Telekomriesen AT&T auf den Markt bringen. Ein Starttermin für Europa steht noch nicht exakt fest.

(sueddeutsche.de/Reuters/dpa)