Von Helga Einecke und Harald Freiberger

Deutsche-Bank-Chef Ackermann erntet viel Widerspruch für seine Idee, marode Banken auch mit Hilfe von Staatsgeld abzuwickeln.

Ackermann, ddp

Josef Ackermann: "Schwache Banken müssen aus dem Markt ausscheiden können." Foto: ddp

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat angeregt, dass Banken und Staaten gemeinsam einen Fonds für schwächelnde Geldinstitute finanzieren. Jetzt hat er seinen präzisiert. Er sagte der SZ: "Schwache Banken müssen aus dem Markt ausscheiden können. Das muss aber geordnet erfolgen. Es lohnt sich deshalb, über einen Fonds möglichst auf europäischer Ebene nachzudenken, der für eine geordnete Abwicklung von in eine Krise geratenen Banken zur Verfügung steht." Wenn dieser Fonds seinen Zweck erfüllen solle, müsse er auf mittlere Sicht eine hinreichende Größenordnung erreichen.

"Notfallplan in der Schublade"

Dazu sei eine gemeinsame Finanzierung aus privaten und staatlichen Geldern erforderlich. Die Lastenverteilung im Einzelnen wäre natürlich noch zu regeln. Dabei könnten grundsätzlich auch bereits bestehende Hilfsfonds einbezogen werden.

"Es geht letztlich darum, einen Notfallplan in der Schublade zu haben, der im Vorhinein klare Prozesse definiert und Mittel bereitstellt und uns damit riskante mitternächtliche Rettungsaktionen in akuten Krisensituationen erspart", sagte Ackermann.

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