Mit monatelanger Verzögerung hat das Internet-Videoportal YouTube eine Software gegen Raubkopien installiert. Zunächst läuft eine Testversion
YouTube hat jetzt eine Software gegen Raubkopien installiert. Es handle sich um eine Testversion, die während des Betriebs laufend verbessert werden solle, teilte YouTube am Montag (Ortszeit) in San Francisco mit. YouTube hatte die Software zum Schutz der Urheberrechte bereits für April, dann für Juli angekündigt. Film- und Fernsehgesellschaften wie Viacom, aber auch andere Rechteinhaber wie die englische Fußball-Liga drängen seit langem auf den Kopierschutz, um illegal kopierte Videos von dem Portal zu verbannen.
Noch in der Testphase: Der Raubkopienfilter von YouTube (© Foto: AFP)
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YouTube ist seit der Gründung 2005 zum führenden Videoportal im Netz aufgestiegen und wurde im vergangenen Jahr für umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro von Google aufgekauft. Bei YouTube kann jeder Nutzer eigene Videos einstellen oder die von anderen kostenlos anschauen. Neben privaten Filmchen werden auch Musikvideos, Mitschnitte von Konzerten oder Ausschnitte aus Serien oder Sportereignissen angeboten und damit gegen das Urheberrecht verstoßen. Bei Beschwerden sperrt YouTube betreffende Videos, den Rechte-Inhabern geht das aber nicht weit genug.
Die nun installierte Software soll illegal kopierte Videos automatisch erkennen und ausfiltern. Dafür müssen die Inhaber der Urheberrechte ihre Videos entsprechend digital kennzeichnen.
- Urheberrechtsstreit Acht gegen Google 08.08.2007
- Google Kostenlos Downloaden leicht gemacht 10.07.2007
(AFP)
Wirbel um Obama-Biographie
Meine Erfahrung mit YouTube:
Man ist dort doch gar nicht an Filtern interessiert. Wenn all die kopierten (also geklauten) Filmchen und Musik wegfallen, sinkt YouTubes Wert"doch rapide - denn diese Sachen, rauskopiert aus DVDs, Filmen, CDs und aus'm TV ist es doch was sie Leute sehen wollen, und nicht selbstgemachtes Privates.
Ich habe vor ein paar Tagen erneut (zum dritten Mal) YouTube eine "Copyright Violation"-Mail geschickt und (wiedermal) sechs Filmchen rausnehmen lassen, deren Rechte bei mir liegen, und ich sie weder an YouTube noch an einen der Uploader (amerikanische Fans) übertragen hatte.
Solch "Sperrung" ist äußerst mühsam: YouTube gebärdet sich wie "Gott": man muss alle möglichen Beweise bringen, dass das (ganz offensichtlich geklaute, teilweise sind ja noch die TV-Logos zu sehen) Zeug wirklich nicht YouTube oder einem Filmchen-uploadenden-Fan gehört. A propos "Gott" = Unter vielen anderen von YouTube erfragten Dingen gibt's auch diesen Passus, den ich genau so wiederholen und unterschreiben muss: "I swear, under penalty of perjury, that the information in the notification is accurate and that I am the copyright owner or am authorized to act on behalf of the owner of an exclusive right that is allegedly infringed." Normalerweise "schwört" man nur vor einem ordentlichen Richter.
Wieso werden solche immensen Hürden (auch noch alles im juristischen Englisch) nicht denen auferlegt, die - meist für JEDEN ganz offensichtlich - geklaute Filmchen oder Musik bei YouTube uploaden?
Tja, wieso wohl?
Dann wäre die Geschäftgrundlage (Milliarden Dollar Gewinn) weg.
Wie nennt man solche Firma mit solcher Firmenpolitik, wenn's normal zuginge?