Seit Monaten erwartet, nun perfekt: Der Start der Videoplattform YouTube in Deutschland. Die Google-Tochter hat rechtliche Probleme gelöst - und das ZDF mit an Bord.
In diesen Tagen schließen die Giganten des Internets eine Allianz nach der anderen. Es gilt, die Marktplätze der Zukunft zu besetzen. Mit dabei ist die Online-Größe Google mit ihrer Videoplattform YouTube.
Jetzt auch mit einer deutschen Tochter: Die Videoplattform YouTube. (© Screenshot: SZ)
Anzeige
In Deutschland geht das populäre Angebot jetzt, nach langer Vorbereitung, den nächsten Schritt - und gründet YouTube.de. Das erfuhr sueddeutsche.de aus unternehmensnahen Kreisen. Die neue deutsche Tochter soll Inhalte aus heimischen Landen zeigen und mit geeigneten etablierten Größen kooperieren.
Mit dabei beim Start von YouTube in Deutschland ist der öffentlich-rechtliche Sender ZDF. Die Mainzer haben ein eigenes Fenster auf YouTube.de. Dort werden eigene Beiträge aus Sendungen wie "Frontal 21" noch einmal gezeigt sowie mit Trailern auf kommende Programme hingewiesen.
Mit solchen Verbindungen zwischen Online und TV hat das ZDF inzwischen wichtige Erfahrungen gesammelt. So waren Ausschnitte aus der Show des Talkers Johannes B. Kerner ein Hit, die zeigten, wie die Autorin Eva Herman aus dem Studio auszog. Am Tag nach dem Sendetermin brachen beim ZDF sogar die Server zusammen. Insgesamt sollen die Kerner-Herman-Szenen mehr als 700.000 Mal angeklickt worden sein.
Auch war im vorigen Jahr bereits ein Beitrag des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte" über den Zeichner Walter Moers, der dessen Hitler-Parodie "Der Bunker" zeigte, auf YouTube zu sehen.
Die Frage der Urheberrechte ist laut ZDF mit der Gema geklärt, etwaige Ansprüche wie beispielsweise bei Trailermusiken seien schon für die Bereitstellung in der Mediathek abgegolten, erklärte ZDF-Sprecher Walter Kehr.
Für die Google-Tochter YouTube sind die neuen Aktivitäten in Deutschland ein wichtiges Element ihrer Internationalisierungsstrategie. Vorausgegangen waren lange Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft Gema über Entgelte für Nutzungsrechte. Die beiden Parteien sind sich nun einig geworden. Damit war auch der Weg für die Kooperation mit dem ZDF frei.
Im Juni war YouTube in neun Staaten gestartet - in der jeweiligen Landessprache. Dazu gehörten Portale in Frankreich, Großbritannien, Italien, Irland, den Niederlanden, Polen, Spanien, Japan und Brasilien. Nur für Deutschland gab es noch keine länderspezifische Version. Hier störte die Gema.
Die Details über YouTube sollen auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.
(sueddeutsche.de/schä)
OB-Kandidatin Nallinger
Ja, man stelle sich vor, jeder würde einfach so ohne zu bezahlen die "Kunst" von von "Künstlern" wie Britney Spears aus dem Netz laden! Irgendwann könnten Leute vielleicht allein von blond sein und den Mund zu Playback auf und zu machen nicht mehr leben und müssten einen anderen Beruf, wie Lehrer, Arzt oder Handwerker ergreifen.
Das WWW ist übrigens von Wissenschaftlern erfunden worden, die sehr kreativ, aber gottseidank keine "Kreativen" waren. Dann würden die sich nämlich jetzt auf ihrem "geistigen Eigentum" ausruhen und von Herrn Jeeves Lizenzgebühren dafür abgreifen, dass er seine Meinung via http-Protikoll kundtun darf.
Nur die Gema verhindert mal wieder die Weiterentwicklung des Internets auf Kosten der Bürger. Dieser Staat im Staate sollte endlich abgeschafft werden. Wieviel Macht hat diese dubiose Behörde eigentlich?
Bei so viel Unwissen ist man sprachlos.
Google macht Millionen, ja: Milliarden mit den Erzeugnissen auch von Musikern, meist von bekannten Musikern oder anderen Kreativen. Und die sollen ihr Zeugs den Absahnern und ja: Dieben von YouTube einfach so überlassen? Damit die mittels Reklame noch mehr Millionen scheffeln?
Die "Weiterentwicklung des Internets" sollte nicht die Taschen einiger weniger füllen, auf Kosten vieler anderer, deren Beruf z.B. das "Musikmachen" ist.
Natürlich, der simple Benutzer wie Bono23 will es so. Erst wenn's an sein eigenes Portemonnai geht, wenn man ihm seine eigene Arbeit wegnimmt, wird er bockig. Aber die anderen sind ihm egal.
Was bisher nur Vielflieger wussten: Auch in Amerika gibt es ein Internet! Und dort gibt es eine Seite, Jutuhb genannt, wo jeder seine Videos reinstellen kann. Ja wirklich.
Wer bisher hierüber nur sehnsüchtig den Berichten von Austauschschülern lauschen konnten, der darf jetzt frohlocken! Jutuhb ist nämlich demnächst auch im deutschen Internet zu empfangen. Große Sache das. Leider sind die meisten Filmchen unsynchronisiert, ja noch nicht einmal untertitlelt. Aber da kümmert sich dann das ZDF drum.
....
Ach so, Sie haben einen ernsthaften Beitrag erwartet. Wie wäre es denn dann mit einer Voraussage: In 12 Monaten spätestens wird jeder deutsche Nutzer von youtube.com nach youtube.de zwangsumgeleitet, wo er dann nur das sehen darf, was durch die deutsche Zensur kommt. Sucht Euch schon mal einen schnellen Proxy, Leute.
Nur die Gema verhindert mal wieder die Weiterentwicklung des Internets auf Kosten der Bürger. Dieser Staat im Staate sollte endlich abgeschafft werden. Wieviel Macht hat diese dubiose Behörde eigentlich?