Freigabe erst ab 18 Jahren

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Die Hirnforschung zeigt, dass WOW mit diesen Regeln da ansetzt, wo Suchtgefährdete schnell getroffen werden können. Der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther erklärt, warum WOW wirkt, wie es wirkt. Die Hirnforschung habe gezeigt, dass genetische Vorgaben für die Frage, wie das Gehirn sich ausbildet, kaum noch eine Rolle spielen. "Das Gehirn wird so, wie man es benutzt", sagt Hüther. Und nicht nur das: "Das Gehirn wird vor allem so, wie man es mit Begeisterung nutzt." Bei exzessiven Spielern etwa sei festgestellt worden, dass die Hirnregion, die für die Steuerung der Daumenfunktionen zuständig ist, besonders ausgeprägt ist.

Sabine Bätzing, Suchtbeauftragte der Bundesregierung, will "World of Warcraft" nicht mehr in Kinderzimmern sehen. Freigabe erst ab 18 Jahren, lautet ihre Forderung, die sie am Rande des Kongresses formulierte, zu dem ihr Haus eingeladen hatte. Sie wird sich damit nur schwer durchsetzen können.

Die USK, die die freiwillige Selbstkontrolle der Computerspielindustrie organisiert, hat WOW ab 12 Jahren freigegeben. Geschäftsführer der USK ist Olaf Wolters, der zugleich Geschäftführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware ist, und als solcher die Industrieinteressen vertritt.

Für den Kriminologen Christian Pfeiffer ist das eine nicht hinnehmbare Interessenskollision. Mit Selbstkontrolle jedenfalls habe das nichts mehr zu tun.

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  1. Süchtig nach Monstern
  2. Das eigene Versagen kompensieren
  3. Sie lesen jetzt Verbannung aus den Kinderzimmern
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(sueddeutsche.de/bön)