Wenn es darum geht, eine drahtlose Internetverbindung im ganzen Haus zu ermöglichen, versagen herkömmliche Router häufig. Ciscos Wlan-Repeater RE1000 soll Abhilfe schaffen und das Signal verstärken. Die Einrichtung ist allerdings nur etwas für geduldige Menschen.
Es kann eine Betonmauer sein oder einfach bloß die große Entfernung - Gründe, warum drahtloses Netzwerk meist nicht alle Winkel eines Hauses gleichermaßen mit Internetzugang versorgt, gibt es viele. Am besten wäre es natürlich, gleich in jedes Zimmer Netzwerksteckdosen zu legen, aber das lässt sich mit vernünftigem Aufwand fast nur bei Neubau oder Renovierung schaffen.
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Cisco Wlan-Repeater RE1000: Alternative zur Powerline-Technik? (© Cisco, oH)
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Bleibt also die Möglichkeit, den Internetzugang über das Stromnetz weiterzureichen - über die sogenannte Powerline-Technik. Mittlerweile funktioniert das immer besser, wer aber die volle Freiheit genießen und Laptop, vor allem aber Smartphone oder Tablet überall im Haus nutzen will, wird irgendwann bei einem Repeater landen.
Das ist ein Gerät, das man zwischen dem Haupt-Wlan-Sender und dem Bereich aufstellt, in dem man Empfang haben will. Wie der englische Name andeutet, nimmt er das Signal des Senders auf und reicht es weiter. Aber muss man nicht ein Netzwerktechniker sein, um so einen Repeater einzurichten?
Unter stablier Verbindung etwas anderes vorgestellt
Das hängt davon ab, wie ernst der Hersteller seine Aufgabe nimmt. Cisco kann man in dieser Hinsicht kaum einen Vorwurf machen. Die Software, die dem Repeater RE1000 beiliegt, führt auch den eher unbedarften Nutzer gut durch den Einrichtungsvorgang.
Dazu muss das Gerät lediglich in der Nähe des Haupt-Wlan-Senders in eine Steckdose gesteckt werden, den Rest erledigt das Programm - außer natürlich der Eingabe des Passworts für die Verschlüsselung des Netzwerks. Das haben wir auch schon anders erlebt. Doch die Freude darüber, dass nun endlich auch im Wohnzimmer Wlan zur Verfügung steht, endet jäh. Mal ist es da, mal wieder nicht - unter stabilen Verbindungen haben wir uns immer etwas anderes vorgestellt.
Etliche Neustarts und wiederholte Einrichtungsvorgänge später endlich die Erkenntnis: Es liegt gar nicht am Repeater, sondern am Hauptsender, dem Wlan-Router. Diesem nämlich muss man den Repeater hinzufügen und dazu dessen eindeutige Kennung, die sogenannte Mac-Adresse, eingeben.
Plötzlich funktioniert alles
Wieder etliche vergebliche Versuche später: Bei weiterem Stöbern findet sich in einem Untermenü der Hinweis, dass Router und Repeater tunlichst auf demselben Kanal funken sollten. Der Router jedoch ist auf automatische Kanalwahl eingestellt. Und plötzlich funktioniert alles. Ciscos formschönes Gerät, das man direkt in eine Steckdose stecken kann oder mit einer Verlängerung auch etwas abseits, tut, was es tun soll.
Am TV-Gerät im Wohnzimmer unterbrechungsfrei ein Video ansehen, das auf dem PC oben im Arbeitszimmer gespeichert ist, das hat auch mit Powerline nicht immer stabil funktioniert. Doch plötzlich bleibt das Video einfach stehen. Des Rätsels Lösung: Jemand hat oben den PC ausgeschaltet.
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(SZ vom 20.02.2012/joku)
Wieso Mac-Filter? Sowas zu verwenden schafft bestenfalls ein sicheres Gefühl, aber keinenfalls ein sicheres WLAN. Und kein Wort darüber, welche Art Verschlüsselung der Repeater schafft, WPA2 sollte die Wahl der Waffen sein, kann der Repeater das? Damit gibt immer wieder Probleme. Dann der Preis. Zur Zeit etwa 60-70€ je nach Bezugsquelle. Viele 30€ Router haben den Repeatermodus gleich dabei und lassen sich je nach Konfiguration noch zu viel mehr verwenden - mindestens aber dann auch als Universal Repeater.
Ich persönlich halte überhaupt nichts von Repeatern. Diese senken die Bandbreite die zumindest in dicht besiedelten urbanen Mietsbunkergefilden bereits jetzt schon mehr als lausig ist - zumindest bei 2,4GHz. In einer durchschnittlichen Mietsbehausung sollte der Aufstellort und die die Wahl der richtigen (hoffentlich wechselbaren) Antenne besser geeignet sein als diese unsäglichen Repeater.
Fazit: Teuer und wert- und sinnlos.
Die allermeisten Probleme entstehen, wie auch hier, durch eine fehlerhafte Konfiguration (man möchte eigentlich meinen, dass es logisch sein sollte, dass Repeater die selben Einstellungen wie das Hauptaccesspoint haben muss, dem scheint aber nicht so zu sein).
Schuld ist aber oft gar nicht der Anwender, Repeater die über WDS angebunden werden sollen funktionieren meist nur mit WEP-Verschlüsselung (und die kann sogar ein Anfänger in Minuten aushebeln), WPA funktioniert wenn überhaupt nur bei gleichen Geräteherstellern und selbst das nicht immer zuverlässig (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Wenn schon Repeater, dann Universal Repeater Mode. In sehr vielen Fällen ist auch eine andere Antennenausrichtung die Lösung der Probleme, oft hilft auch eine andere Antenne (bzw. die Vorhandene umzubauen - Anleitungen dafür gibt es ja zu Hauf) einzusetzen. Dabei ist natürlich die maximale Abstrahlstärke zu beachten, was nicht immer einfach ist.
Scheint aber für die meisten Anwender zu kompliziert zu sein, also greift man weiterhin zum Repeater und bolzt das 2,4GHz Band zu. Soll mir recht sein, trotz innerstädtischer Lage und einem total überlaufenen 2,4GHz-Band bin ich in Reichweite der einzige der auf 5GHz funkt. Immer gut einen Frequenzbereich exklusiv nutzen zu können.
Der Artikel bestärkt mich immer wieder in meiner Skepsis, warum ich es für falsch halte, Geräte wie WLAN-Repeater überhaupt anzubieten.
Sie sind technologisch ineffizient, da sie dafür sorgen, dass Daten doppelt übertragen werden und die Kapazität der „Luftschnittstelle“ halbieren (wenn nich nocht stärker verringern). Die Qualität dessen, was sie liefern, ist zu etwa 90% abhängig von unvorhersehbaren äußeren Umständen, wie der Bausubstanz, der Einrichtung und der Belegung der Funkkanäle.
Vor allem in Innenstädten sind die für WLAN freigegebenen Frequenzen derart hoffnungslos überfüllt, dass der Versuch, WLAN-Reichweite via WLAN zu erhöhen, nicht nur anfällig für Stabilitätsschwankungen ist, sondern auch die Bedingungen für alle anderen verschlechtert, da es die Abstrahlung des eigenen WLANs ohne vernünftige Planung überall hin erhöht.
Da ist es vielleicht doch vorzuziehen, sich einen zweiten Access Point, mit einer stabilen Kabelverbindung angebunden dort aufzustellen, wo es zu einer vernünftigen Abdeckung kommt. Es zeigt sich dabei auch, dass eine einfachere Konfiguration zwar wünschenswert ist, einen aber davor nicht bewahrt, mit so einer Technologie wenig optimale Entscheidungen zu treffen.
In manchen Fällen wäre es vielleicht sogar effektiver, alle Nachbarn zu bitten, die Abstrahlung ihrer WLAN-Geräte etwas abzuschwächen und zu optimieren.
Ich will jetzt nicht jedem vorschreiben, wie er oder sie mit seinem oder ihrem WLAN umzugehen hat. Ich warne aber vor übertriebenen Erwartungshaltungen in die Technologie und zu bedachtem Umgang damit. Und WLAN-Repeater sind ein Symptom fürs Gegenteil.
Müßte es nicht "Komplizierte WLAN Verstärkung" heißen, denn der Repeater war an allen geschilderten Problemen unschuldig.
Und wo ist der durch "Wlan-Repeater RE1000 im Kurztest" angekündigte Test des Geräts, es geht bestenfalls um die Technologie. Auf die Besonderheiten dieses Geräts wird gar nicht eingegangen, nicht einmal die reinen Spezifikationen sind aufgeführt.