Viele Nutzer sind unzufrieden mit Windows Vista. Jetzt spendiert Microsoft seinem Sorgenkind eine 300 Millionen Dollar teure Werbe-Kampagne.
Mit einer breit angelegten Werbe-Kampagne will Microsoft den angeschlagenen Ruf seines neuen Betriebssystems Windows Vista aufpolieren. "Wir wissen, dass unsere Geschichte sich erheblich von dem unterscheidet, was unsere Wettbewerber uns glauben machen wollen", sagte Microsoft-Manager Brad Brooks am Dienstag auf der weltweiten Partnerkonferenz seines Unternehmens in Houston (US-Bundesstaat Texas).
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Brooks räumte ein, dass der grundlegende Wechsel in der Sicherheitsarchitektur von Windows den Anwendern "viele Schmerzen" bereitet habe, weil etliche ältere PC-Programme oder Zusatzgeräte wie Scanner oder Drucker nicht mehr funktioniert hätten. Mit der Veröffentlichung des ersten großen Software-Updates für Vista ("Service Pack 1") seien diese Probleme aber weitgehend behoben. In einem neuen "Windows Vista Compatibility Center" könnten Kunden künftig online die lange Liste der Anwendungen und Geräte online einsehen, die mit Windows Vista kompatibel seien.
In der Rede von den Vertretern von 7500 Partnerfirmen in Houston griff Brooks eine Formulierung von Firmengründer Bill Gates auf, der im Dezember 1995 fast wortgleich zur Aufholjagd im Internet aufgerufen hatte. "Glauben sie, dass der Riese immer noch schläft? Wir sind aufgewacht!" Microsoft will sich mit seiner über 300 Millionen Dollar teuren Kampagne vor allem gegen Werbespots "Get a Mac" von Apple zur Wehr setzen, in denen ironisch die Schwierigkeiten von Vista-Anwendern betont werden.
Brooks rief die Microsoft-Partner eindringlich dazu auf, bei den Kunden die Implementierung von Vista voranzutreiben. Der Umstieg sei ein "langfristiges Investment", da auch die nächste Windows-Version 7 auf die neue Architektur aufsetze.
Microsoft hatte bis Ende April 2008 mehr als 140 Millionen Kopien von Windows Vista verkauft und seitdem keine aktualisierten Absatzzahlen mehr vorgelegt.
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(dpa/mri)
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Sie haben sicher recht, dass ich mir auch kein teures Designer-Möbel kaufen würde. Aber dieser Vergleich hinkt deutlich!
TCO oder total cost of ownership bedeutet ja nichts anderes als eine Bewertung der Gesamtkosten. Und die belegt in diesem Fall ziemlich klar, dass der Mac unter diesem Gesichtspunkt billiger ist. Er hat zwar einen höheren Kaufpreis, aber die sonstigen Pflegekosten, die bis zur Abschreibung innerhalb von drei Jahren anfallen, sind in Summe eben niedriger als bei einem Windows-PC. Weniger Abstürze, weniger Patches, weniger Treiber-Probleme und und und. Man muss einfach berücksichtigen, dass die ständige Bastelei, die ein Windows-PC in der Regel mit sich bringt, Zeit und damit Geld kostet. XP ist inzwischen sicher "reif" genug, dass das nicht mehr so ins Gewicht fällt, aber Vista? Sorry, dieses OS kostet einfach zuviel Pflegeaufwand, neben den eh schon überhöhten Anforderungen an die Hardware.
... bei Windows muss man sich viel mehr mit dem System beschäftigen um zu den selben Ergebnissen zu kommen weil eben vieles veraltet ist und man immer noch keine Programme bequem über ein Repository verwalten kann und ein paar 3D Effekte (die andere schon lange vorher konnten) machen das nicht wirklich besser.
Bis man Windows angepasst hat und sämtliche 37 Programme und Utilitys installiert hat die man so braucht vergehen Ewigkeiten. Ich mag es lieber wirklich von der Stange. Linux DVD rein, ein paar Mausklicks um Drucker, Scanner ... zu konfigurieren und das Ding löppt nach einer Stunde mit allem was ich brauche voll funktionsfähig ohne viel Anpasserei.
Naja, ich - kaufe mir keinen PC, wenn Vista drauf ist. Ich will nicht dauernd ein neues Betriebssystem kaufen, wenn meine Programme dann nicht mehr laufen. Dann taugt das neue Vista nichts für mich. Da kann es so gut sein, wie es will! Und es gibt Alternativen. Genau das bekommt Mikisoft zu spüren. Heute fordern alle Systemdenken von uns, das heißt nur "Compatibility" zählt, alle hatten sich bisher an Microsoft angepasst, damit war ein Standard geschaffen. Das ist nun vorbei, weil es einfach zu teuer ist alles an einen MS-Standard anzugleichen. Damit hat sich MS ins Abseits manövriert und das rächt sich.
Woher sollte sonst der weltweite Widerstand gegen Vista kommen. Das es schlecht für Laptops ist (zu groß) zeigt sich daran, das viele Produzenten Win XP auf neuen Geräten ausliefern. Vista funktioniert einfach nicht. Oder?
Schnell noch vor 19 Uhr:..
Ich finde es traurig, wenn M$ so viel Geld (wessen eigentlich?) für eine Show verschleudert, statt dem beworbenen Betriebssystem die Fähigkeiten zu verschaffen, die "von selbst" zum Kunden finden.
Ein Betriebssystem soll die Hardware abstrahieren, um eine möglichst vereinheitlichte Schnittstelle zu bieten. Im Interesse der Weiterentwicklung verändern sich die Schnittstellen natürlich langsam, aber M$ macht mit Vista ein Gegenstück: Das Betriebssystem schreibt auf einen Schlag vor, wie alles künftig zu funktionieren hat. Mich wundert nicht, dass Hardwarehersteller und Benutzer dem sehr verhalten gegenüber stehen.
Für mich fällt Vista aus, da kann noch so oft "Wow" dranstehen. Und XP läuft auch prima auf meinem Mac...
Vielleicht vetrete in diesem (und jedem anderen Internet-) Forum eine Minderheit, doch auf die Gesamtbevölkerung gesehen, sind meine Anforderungen an ein Betriebssystem "mehrheitsfähig".
Mal ein Vergleich: Wenn ich mir ein Bücherregal kaufe, dann habe ich die Anforderung: es sollen xy Bücher reinpassen, es soll stabil stehen und zum Rest meiner Einrichtung passen.
Jetzt hab ich mehrere Möglichkeiten:
1. ich gehe in ein schickes Möbelhaus und kaufe mir ein Designerstück, Aufstellservice, perfekte Verarbeitung und hält ein Leben lang.
2. ich geh zur IKEA, kauf mir was günstiges "von der Stange", meine 5 Arbeitskollegen haben wahrscheinlich das selbe Regal, es passt irgendwie zum Rest in meiner Wohnung, auch wenns nicht perfekt ist. Ich baus selber auf und mit der ein oder anderen Schraube extra steht es auch wie eine 1. All zu oft umziehen sollte man damit trotzdem nicht.
3. ich geh in den Baumarkt, kauf mir hochwertige Bretter, Beschläge und und und, zieh mir eine Bauanleitung aus dem Internet, pass alles genau auf meine Maße ab und hab nach 2 Tagen das perfekte Regal.
Tja, jetzt raten Sie mal, welches Beispiel für Windows steht?
Eben ;-)
Dass Microsoft seine marktbeherrschende Stellung zur Jahrtausendwende ausgenutzt hat, ist unbestritten. Doch was bedeutet das jetzt für mich?
Haben Sie sich etwa Ende de achtziger aus Prinzip noch einen Beta oder Video2000 Recorder gekauft?
Für den Anwender ists doch eigentlich sehr einfach: wer sich am wenigsten mit der ganzen Materie beschäftigen will, der kauft sich einen Windows-PC.
Der ein oder andere PC-Nutzer sollte langsam realisieren, dass es sich um einen Massenmarkt handelt und die Masse hat nunmal keine Lust sich mit der Technik auseinander zu setzen. Ist die Masse deswegen dumm?
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