Programme funktionieren nicht, Geräte sind inkompatibel: Viele PC-Nutzer sind mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista von Microsoft unzufrieden.
Longhorns sind zähe, manchmal auch störrische Rindviecher. Etwas von diesen Eigenschaften scheint auf das jüngste Betriebssystem des Softwareherstellers Microsoft abgefärbt zu haben. Windows Vista, das einst unter dem internen Codenamen Longhorn entwickelt wurde, kam vor einigen Monaten drei Jahre später als geplant auf den Markt.
(© Foto: Microsoft)
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Doch damit sind offenbar nicht alle Probleme beseitigt. Kritiker sehen in Vista bereits den Nachfolger von Windows Millennium, eine Windows-Version aus dem Jahr 2000, die sich nie durchsetzen konnte.
Soweit wird es mit Vista wohl nicht kommen, denn anders als bei Milennium ist diesmal kein Nachfolger in Sicht. Das nächste Betriebssystem ist zwar geplant, aber bis es kommt, werden einige Jahre ins Land gehen. Und zumindest die PC für Heimanwender werden derzeit nur noch mit Vista ausgeliefert.
An diesem Windows kommt man also nicht vorbei, dabei scheinen so umfangreiche Verbesserungen nötig zu sein, wie man es selbst von früheren Neueinführungen nicht kannte: Obwohl Vista seit Anfang 2007 auch in Deutschland offiziell auf dem Markt ist, quellen Zeitschriften, Internetforen und Webblogs über mit teilweise haarsträubenden Berichten über Fehlfunktionen im jüngsten Betriebssystem.
Enttäuschte Benutzer
Besitzer von iPods, den Musikspielern der Firma Apple, wurden zum Beispiel gewarnt, ihr Gerät könne Schaden nehmen, wenn es vor dem Abstöpseln vom PC mit dem Vista-eigenen Befehl zum Entfernen von Geräten abgemeldet werde. Am Dienstag gab Microsoft bekannt, dass ein eigens entwickeltes Reparaturprogramm, das Problem nun endgültig lösen werde.
Am 22. Mai soll der rettende Code mit dem offiziellen Windows-Update ausgeliefert werden - vier Monate nach dem Verkaufsstart von Vista.
Benutzer teurer Zusätzgeräte, so genannter Soundkarten, die Mehrkanalton für Spiele und Musik ausgeben, sind enttäuscht, weil die Geräte unter Windows Vista nicht funktionieren. Der Hersteller der Karten will nun bis zum Ende des Jahres eine rettende Software liefern - allerdings gegen Gebühr. Dabei gab es die Karten schon vor der Einführung von Windows Vista zu kaufen.
Kein Anschluss unter diesem Betriebssystem heißt es auch für die Besitzer von Palm-Taschencomputern und Handys mit Palm-Betriebssystem. Erst im Sommer - ein halbes Jahr nach Einführung von Vista - können sie mit einer Beta-Version rechnen, also einer möglicherweise noch instabilen Fassung der Software zum Anschluss ihrer Geräte an Vista-Computer.
"Wir müssen nacharbeiten"
"Wir kennen diverse Fälle", räumt Microsoft-Sprecher Frank Mihm-Gebauer ein, "es gibt da einige Dinge, die nicht so weit sind, wie wir uns das gewünscht hätten". Man arbeite aber mit vielen Herstellern sehr intensiv zusammen, um solche Probleme zu lösen. Aber klar sei: "Wir müssen da nacharbeiten."
PC-Nutzer fragen sich nun, wie das sein kann, bei einer Software, die über Jahre hinweg vom größten Softwarehaus der Welt entwickelt wurde, von der sich Entwickler kostenlos Vorabversionen herunterladen und damit ihre eigene Hard- oder Software testen konnten?
"Wir wollen auf niemanden mit dem Finger zeigen", sagt Mihm-Gebauer, "aber einige Hersteller haben die Programmiermodelle, die wir vorgeschrieben haben, nicht sauber beachtet". Außerdem sei es eben immer so: Wenn ein neues Betriebssystem auf den Markt komme, könne man nicht auschließen, dass etwas nicht funktioniert.
Bestenfalls fragwürdig
Diese Erfahrung mussten besonders jene PC-Besitzer machen, die das neue Betriebssystem auf bereits existierenden Rechnern installierten. "Es funktionieren einfach so viele Dinge nicht, und sie werden es auch nie. Genau das ist das Problem", sagt Brian Bergin, Chef der US-Computerfirma Terabyte.
Die Anbindung von Geräten wie Fingerabdrucklesern oder die Steuerungssoftware für Monitore seien "bestensfalls fragwürdig, ganz zu schweigen von firmenspezifischer Software, die nicht läuft", sagte er dem Internet-Fachdienst CRN.
Laptop-Benutzer klagen zudem, dass die Batterie ihres Computers mit Vista viel schneller leer gesogen wird. PC-Hersteller wie Lenovo und HP haben deshalb ein eigenes Energieprofil entwickelt. Dabei galten gerade die Energiespar-Optionen einst als einer der Vorzüge des neuen Betriebssystems.
Ein anderes oft hervorgehobenes Merkmal von Vista ist die so genannte Aero-Benutzeroberfläche. Der Wechsel von einem Fenster zum nächsten wird dabei hübsch animiert, und die verschiedenen Programmfenster erscheinen halb durchsichtig.
Die Funktion frisst aber derart viel Arbeitsspeicher, dass das System sie selber abschaltet, wenn der Speicher knapp wird. Wer nicht über einen extrem leistungsstarken Rechner verfügt, hat an Aero wenig Freude. Vista ist deshalb eher für neue Computer zu empfehlen, deren Einzelteile erwiesenermaßen mit dem neuen Betriebssystem zurechtkommen.
(SZ vom 11.05.2007)
Nach dem Massaker im syrischen Hula
... hätten Sie sich schenken sollen da Sie sich anscheinend nicht mit der Geschichte des Softwaregiganten Microsoft auseinander gesetzt haben. Die Verbreitung von Windows hat aber auch gar nichts mit der Qualität zu tun eher mit der Makrtpolitik in der sich die Firma aus Redmond nicht sehr rühmlich hervorgetan hat. Nicht umsonst musste sich Microsoft aus sehr vielen gerichtlichen Verfahren freikaufen. Ein weiterer Punkt ist die Zwangsbündelung von Hardware mit Windows und dass die Entwicklung von OpenSource als Konkurrenz in dem Maß wie heute erst ab Mitte der 90er Jahre durch das Internet möglich wurde.
Im übrigen gehen Sie mir weg von wegen der Entscheidungen in Firmen. Ich kenne da sogenannte Entscheider die nicht einmal den Unterschied zwischen einem Officepaket und einem Betriebssystem kennen. Eine weitere Sache ist natürlich dass ein Entscheider der mal Windows gelernt hat nicht seinen eigenen Job obsolet macht indem er ein anderes Betriebssystem einführt.
@itac: Dokumente können unter allen Betriebssystemen als .pdf Dateien abgespeichert werden und dann problemlos auch ausgetauscht werden. Besonders einfach ist das mit dem Officepaket OpenOffice.org das für Windows und Linux zur Verfügung steht und in dem man dazu nur auf einen Button drücken muss.
@Staette: Für ACDsee gibt es als Ersatz Digicam, XnView und andere Programme. Winamp kann mit Amarok nicht mithalten. Für Haushaltsbuch gibt es http://www.office-center-epj.de/Haushaltsbuch.htm und wenn es denn die neuesten Spiele haben möchte dann lässt man Windows dazu auf der Festplatte und installiert Linux in einer zusätzlichen Partition.
Zu spacebob:
Das war eine rein persönliche Meinung - ich kann nichts anderes feststellen, als dass ich rundum zufrieden mit Vista bin (merke es gerade eben wieder). Es läuft übrigens auf einem Terra PC (sehr gutes Gerät) mit 1 GByte RAM - das Gerät ist schon knapp 3 1/2 Jahre alt.
Das gilt für alle Dauer-Kritiker was Microsoft und Windows im Speziellen angeht - muss muss irgendwann einmal auch in diesem Punkt erwachsen werden und seine Total-Opposition analysieren. Diesen Anspruch, dass die Software-Industrie edel und gut sein soll und hehren Grundsätzen folgend alles menschenmögliche zum Wohle des Anwenders unternimmt ist wohl nur bei uns so ausgeprägt. Ich kann mir z.B. keinen kroatischen IT-Profi vorstellen, der so pauschal und undifferenziert über Microsoft schimpt wie es mir bei vielen, vor allem den IT-Profis, der Fall ist. Mein Fazit ist immer, wenn Windows so schlecht wäre, dann wäre es bei den Unternehmen nicht so stark im Einsatz.
PeterM
Ubuntu schön und gut aber finde ich nicht so gut wie SUSE aber das ist persönliche einstellung . mit suse als anfänger kommt besser mit linux klar als andere distris . ich habe einiges ausprobiert. fedora, kubuntu,...aber bin bei suse gelandet . man spart sich viel ärger mit suse. alleine dass man sachen aus dvd installliren kann oder mitgeliefert sind tut man sich echt einfach. ganz einfaches beispiel wäre zb ndiswrapper weder fedora noch ubuntu hat dieses in dvd l dabei was für jeden laptop oder wlan karte die keine intel chip hat lebenswichtig.. aber wie gesagt ist geschmacksache . hauptsache kein Winschrott. hauptsache ist es sicher und stürtzt nicht ab. weg mit dem winschrott . opensource ist die zukunft. das einzige was man mit linux nicht machen kann ist , spielen. aber dafür gibts ja PS3 :-) oder PS2 oder Wii.....
ein schönes WE
O.E
@staette
ganz zu anfang der kommentierungen habe ich kurz erläutert, dass man ubuntu gefahrlos auch auf einem bestehenden system testen kann.
ubuntu liefert eine vielzahl von programmen gleich mit und zusätzliche programme sind seh leicht nachzuinstallieren. da ist schon praktisch für alles ein ersatz für windows software da. natürlich muss man sich ein bisschen mit dem os befassen. das sollte in der regel aber zumindest nicht schwerer sein als bei windows. dafür bekommt man ein sehr stabiles system, multitaskingfähig und laufender pflege. openoffice.org ist als office paket dabei, das weitestgehend kompatibel zu ms office ist. aufwändige formatierungen können allerdings zu problemen führen. meist wird die frage der kompatibilität jedoch überschätzt. unter ubuntu lässt sich jedes dokument auch als postscript "abspeichern" und somit problemlos austauschen. lesbar ist die geschichte meines wissens dann mit dem acrobat reader (ich nutze kein windows, daher kann ich es nicht ausprobieren und am mac ist es problemlos lesbar).
also ausprobieren und dann das nehmen, womit man am meisten zufrieden ist.
grüsse itac
@eiermeier
Ich werde mir Ubuntu mal anschauen.
Ich habe Ati X1950 Pro, AC97 und Soundblaster Live( Gigabyte 965P DS3, will Second-Copy 2007 benutzen, brauche auf jeden Fall Office 2003 (Powerpoint, Word, Excel) (weils alle benutzen), will ACDSee benutzen, 10-Sekunden Haushaltsbuch, Winamp und spielen will ich auch noch alles, was es gibt :]
Get das alles? Ist keine polemische Frage.
Ich will aber betonen, dass ich MS nicht ausschließlich in Schutz nehme. Pech ist einfach, dass alle MS-SW benutzen. Wenn es die Masse an SW, die es gibt auch für andere OS geben würde, wäre das ein Anfang.
Wahrscheinlich sind aber alle Menschen über 35 (mich eingeschlossen) viel zu träge sich die Mühe zu machen auf ein komoplett anderes OS umzusteigen. Da nehmen sie wahrscheinlich lieber die kleinen Fehler von MS und den anderen SW-Herstellern in Kauf. Adobe Acrobat zum Beispiel ist ne SW, die ich am liebsten in die... na ja ihr wisst schon...
Ich muss meinen Arsch mal auf neue Ufer bewegen. Ich glaube das sollten auch viele andere machen, die sich über MS beschweren und das Zeugs verteufeln. Stimmt also: Schuld hat der Verbraucher. Warum kauft er das Zeugs auch? Ich habe noch nie für ein Windows bezahlt. Wenn ich es gemusst hätte, hätte ich schon längst ein anderes OS.
Wie immer alles ein weites Feld...
Beste Grüße
Paging