Reduzierte Sicherheitsfragen, keine Sidebar und ein Bootcamp: Was es bei den neuen Versionen der Betriebssysteme von Microsoft und Co. noch zu entdecken gibt.

Die Zeit der Auseinandersetzungen um das einzig wahre Betriebssystem für den PC gehören der Vergangenheit an. Es wird deutlich: Windows, Mac und Linux haben ihre jeweils eigenen Vorteile und Besonderheiten.

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Ein Bildschirmfoto zeigt Mini-Anwendungen von Windows 7 und die neue "Sprungliste", die bereits in der Taskleiste die zuletzt verwendete Dokumente eines Programms anzeigt. (© Foto: AP)

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Power-User nutzen alle drei. Sie spielen unter Windows, bearbeiten Fotos auf dem Mac und programmieren mit Linux. Wenn in den kommenden Wochen neue Versionen der Betriebssysteme erscheinen, kann kein Hersteller mit revolutionären Neuerungen aufwarten.

Den Anfang macht Apple mit MacOS 10.6, genannt Snow Leopard. Angekündigt für September gibt es bislang noch keinen konkreten Erscheinungstermin. Es wird angenommen, dass der "Schneeleopard" bereits zu Beginn des nächsten Monats, vielleicht bereits Ende August auf die Lichtung tritt. In Blogs sind bereits Fotos der Verpackung aufgetaucht.

Die vielleicht wichtigste Neuerung des Mac-Systems ist die Unterstützung der Microsoft-Technik Exchange - bei Unternehmen der De-Facto-Standard für E-Mails. Entsprechende Accounts lassen sich direkt im Mac-Programm Mail einrichten, die zugehörigen Adressverzeichnisse können im Mac-Adressbuch eingebunden werden. Damit will Apple einen der letzten Gründe streichen, der gegen den Mac-Einsatz im Unternehmen oder im Home-Office spricht.

Durch die Ordnerstruktur navigieren

Zu den sichtbaren Verbesserungen im Detail gehört die Verlegung des Exposés ins Dock. Vor allem auf dem MacBook lässt sich diese Übersicht aller geöffneten Fenster damit schneller als bisher anzeigen. Die im MacOS 10.5 eingeführten Stapel mausern sich zu einem alternativen Datei-Manager, da man jetzt wie im Finder durch ihren Inhalt blättern und auch durch die Ordnerstruktur navigieren kann.

Die meisten Änderungen aber erfolgten "unter der Motorhaube" - etwa die Ausweitung des 64-Bit-Codes auf fast alle Systemprogramme zur Nutzung von Arbeitsspeicher jenseits der 4-Gigabyte-Schwelle oder die Optimierung des Systems für mehrere Prozessorkerne - von Apple als "Grand Central Dispatch" bezeichnet. Trotz der Erweiterungen belegt MacOS 10.6 mit etwa sechs Gigabyte nur noch halb so viel Platz auf der Festplatte wie bisher.

Die neue Windows-Ära beginnt am 22. Oktober. Nachdem Windows Vista seit seiner Einführung vor knapp drei Jahren unter Image-Problemen zu leiden hatte, kann Windows 7 mit einer besseren Aufnahme rechnen. Was Vista zu gründlich machen wollte, wird jetzt wieder zurückgenommen. So werden die von vielen Nutzern als nervig empfundenen Sicherheits-Nachfragen deutlich reduziert.

Wieder gestrichen wird auch die Sidebar, die dort platzierten Mini-Anwendungen in Form von Gadgets können nun beliebig auf dem Desktop abgelegt werden. Dessen Ränder bekommen eine zusätzliche Intelligenz: Schiebt man ein Fenster mit der Maus an einen Seitenrand nimmt es genau die Hälfte des jeweiligen Desktops ein, beim Bewegen an den oberen Rand wird es auf die volle Größe maximiert.

Auf der nächsten Seite: Windows-Taskleiste verändert sich.

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