Das Internetportal für Bildungsinformationen "Bildungsklick.de" hat stichprobenartig Texte von Wikipedia auf Rechtschreibfehler hin untersucht. Das Ergebnis: Die Anzahl der Fehler sei "erschreckend hoch". Hochgerechnet ergäben sich rund eine Million Fehler in allen Beiträgen
Das Internetportal für Bildungsinformationen Bildungsklick.de übt erneut Kritik an Wikipedia. In Linklisten von Bildungseinrichtungen werde immer wieder "Wikipedia" als Recherchemöglichkeit empfohlen. "Kein Wunder, denn nichts ist bei den notorisch unterfinanzierten Schulen so beliebt wie kostenloses Material für den Unterricht. Da kommen die unentgeltlichen Klicks in die freie Enzyklopädie gerade recht", so Bildungsklick.de.
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Bereits im Mai hatte das Portal die freie Enzyklopädie als "Vorschlagewerk" bezeichnet. Jetzt wurden Wikipedia-Artikel auf Rechtschreibfehler hin überprüft. Konkret wurden im Juni 2005 insgesamt 12 Artikel ausgewählt, die von dem Deutschen Bildungsserver als Quellen für den Gebrauch an Schulen empfohlen werden. Dabei handelte es sich laut Angaben von Bildungsklick.de um Texte zu den Begriffen Antipädagogik, Edelgasregel, Erzieher, Geiselnahme, Hartz-Konzept, Historikerstreit, Medienkompetenz, Friedrich Schiller, Science Center, Teilnehmende Beobachtung, Terrorismus und Tsunami.
Das Ergebnis: Keiner der geprüften Artikel war frei von Rechtschreibfehlern. Deren Anzahl sei sogar "erschreckend hoch". Hochgerechnet auf alle rund 250.000 Beiträge käme man - bei im Schnitt vier Fehlern pro Text - auf rund eine Million Rechtschreibfehler.
Bildungsklick.de gesteht ein, dass einer Auswahl von zwölf aus insgesamt zirka 250.000 Texten keine statistische Relevanz beizumessen ist. Allerdings sollte die Menge der gezählten Fehler, so das Portal, "Anlass zu einer äußerst kritischen Betrachtung der orthografischen Qualität des Gesamtwerkes geben - vor allem bei solchen Einrichtungen, die einzelne Beiträge oder die gesamte Wikipedia gern für den Einsatz in Schulen vorschlagen."
(PC-Welt)
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Wie überaus bedauernswert, dass das Internetportal Bildungsklick.de wieder einmal seine Zeit zur Kritik, statt zur Verbesserung benutzt hat. Der Community-Gedanke, der die Wikipedia so groß gemacht hat, besteht ja gerade darin, im Falle eines Fehlers selbst beherzt eingreifen zu können. Vermutlich muss man aber davon ausgehen, dass die entdeckten Rechtschreibfehler immer noch an den gleichen Stellen prangen, wo Bidlungsklick.de sie aufgespürt hat.
Bildungsklick.de hat sich damit wie der typische Wikipedia-Kritiker verhalten, statt selbst zur Beseitigung von Mängeln beizutragen. Tja, so wird das natürlich nichts mit der Verbesserung der Qualität.