Hinzu kommt, dass Marktführer Skype von den Kunden verlangt, ein kleines Programm auf dem eigenen Rechner zu installieren. Nicht zuletzt deshalb war eine Kooperation auf technischer Ebene zwischen Skype und Facebook nie richtig erfolgreich. Das Angebot von Vivox soll dagegen wesentlich simpler funktionieren. Der Nutzer muss lediglich seine Facebook-Seite auf dem Computer geöffnet haben, eine Installation auf der eigenen Festplatte ist nicht notwendig.

Anzeige

Mit kleineren Spielereien zum Erfolg

Immerhin kann Vivox bei besonders einfach zu bedienenden Software-Lösungen für Gespräche zwischen zwei Nutzern auf die eigene Erfahrung bauen: Das Unternehmen hat bereits dafür gesorgt, dass die Stimmen von Spielern in Online-Spielen wie "Second-Life" in Echtzeit über die Internetleitung übertragen werden. Vivox verspricht deshalb einfache und qualitativ hochwertige Gespräche.

Sollte das Projekt von den Nutzern angenommen werden, ist das für Facebook erneut ein Triumph der Firmenstrategie. Im Mai 2007 entschied sich das Management dafür, die Webseite für kleine Spielereien von externen Programmierern zu öffnen. Mittlerweile haben Fans und Unternehmen rund 350.000 dieser kleinen Zusatzprogramme entwickelt. Somit kann Facebook seinen Nutzern stets neue Beschäftigungen und Abwechslungen auf der Webseite anbieten. Sie können zum Beispiel gegen Freunde pokern, Reiseziele vergleichen oder ihre Allgemeinbildung zu testen. Und in Zukunft eben auch: telefonieren.

Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2

  1. Die Nummer zum Glück
  2. Sie lesen jetzt Erfolgreich bei älteren Zielgruppen
Leser empfehlen 

(SZ vom 17.09.2009/jb)