Von Von Helmut Martin-Jung

Längst leben ganze Industriezweige entweder vom Versenden unerwünschter Werbemails oder aber davon, dass sie versprechen, das Problem zu lösen. Die fünf wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

1. Was ist an Spam eigentlich so schlimm?

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Sind doch schnell weggeklickt, die paar Spams, oder?

Die unerwünschten Werbemails machen bereits mindestens die Hälfte des gesamten E-Mail-Verkehrs aus, doch die Kosten dafür tragen nicht etwa die Spammer, sondern die Internetnutzer.

Das E-Mail-Protokoll SMPT lässt es zu, dass bis zu 100 Adressaten mit einer einzigen Mail angeschrieben werden können. Um eine Million E-Mails auf den Weg zu bringen, brauchen Spammer also nur 10.000 Mails zu verschicken.

Die Kosten für die restlichen 990.000 Mails zahlen die Internetnutzer, bei denen sich die Provider über die Nutzungsgeühren die Kosten für den verursachten Datenverkehr wieder hereinholen. Durch die Massen an versandten Mails machen Spammer den Mailversand unnötig langsam.

Und das Ärgerlichste: Was in Spam-Mails angeboten wird, ist entweder illegal, nutzlos oder beides und zielt in der Regel nur darauf ab, unbedarfte User abzuzocken.

2. Jeder kennt Spam, jeder hasst Spam - lohnt sich Spammen eigentlich noch?

Wenn es sich nicht mehr lohnen würde, würde es auch nicht mehr gemacht. Da Spammer (s. Frage 1) nur 1/100 der tatsächlichen Kosten tragen müssen, sich der Versand vollkommen automatisieren lässt, lohnt es sich für Spammer bereits, wenn von Millionen versandter Mails nur einige wenige auf einen gutgläubigen Internet-Nutzer treffen.

3. Wie kommen Spammer zu den E-Mail-Adressen?

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