Den Weihnachtstrubel in den Straßen wollen sich Europäer am liebsten ersparen. Allen voran die Briten, Schweden und Deutschen: 70 Prozent der Internetuser dieser Länder bestellen Geschenke bequem von der Couch - über das Internet.
Überfüllte Einkaufszentren, schreiende Kinder und Streit um die letzte Ware: Immer mehr Europäer wollen den vorweihnachtlichen Einkaufsstress umgehen und bestellen ihre Weihnachtsgeschenke lieber online.
Nie wieder in den Weihnachtstrubel eintauchen: Europäer kaufen Geschenke online. (© Foto: dpa)
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Die meisten Europäer verfügen heute über bessere und schnellere Internetverbindungen, die Onlineshopping attraktiver macht als noch vor wenigen Jahren. Außerdem scheinen sich viele den Einkaufsstress und Rummel auf den Straßen kurz vor den Weihnachtstagen nicht mehr antun zu wollen. Auch beim Onlineshopping gibt es nun mehr Angebote und Schnäppchen. Daher wählen viele Europäer gerne die Shoppingvariante, bei der sie bequem vom Sofa daheim mit der Karte in der Hand alle Geschenke auswählen und bestellen.
Nach einer Studie des Instituts Research Forrester greifen Nord- und Mitteleuropäer häufiger zur Kreditkarte für Onlineeinkäufe als ihre Nachbarn im Süden. Insgesamt werden Westeuropäer in den Monaten bis Weihnachten rund 51 Milliarden Euro für Onlineeinkäufe ausgeben, berichtete die Financial Times.
Spitzenreiter beim Einkauf ohne lange Warteschlangen sind die Briten, die durchschnittlich pro Person 731 Euro für Online-Weihnachtsbestellungen ausgeben werden. Auch die Deutschen und Schweden kaufen im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viel im Internet ein: Rund 70 Prozent aller Geschenke unterm Weihnachtsbaum werden online geordert.
Südeuropäer halten von dem Internet-Weihnachtsbummel dagegen nicht viel: Der Durchschnittsgrieche wird der Studie zufolge in den drei Monaten bis Weihnachten nicht mehr als 62 Euro im Internet ausgeben. In Portugal und Spanien sieht es ähnlich aus.
Anders in den USA: Zwischen dem Feiertag Thanksgiving im November und den Weihnachtstagen werden die Amerikaner in diesem Jahr geschätzte 23 Milliarden Euro für Onlinegeschenke ausgeben. Damit flacht die Begeisterung für den Online-Weihnachtseinkauf zwar etwas ab, ist aber immer noch steigend.
Besonders beliebte Weihnachtsüberraschungen, die online bestellt werden, sind mit einem Anteil von 31 Prozent Reisen. Bücher, Tickets für Veranstaltungen, Videos und CDs halten sich mit der Beliebtheit von Kleidung die Waage. Auch im Transport empfindliche Geräte wie Fernseher werden immer mehr über das Internet angefordert.
(sueddeutsche.de/ys/bön)
Christopher Lee zum 90.
findet eigentlich keiner etwas dabei, wenn von durchschnittlichen (!) 731 pro person die rede ist, die ein brite (nur) online (!) für seine weihnachtlichen geschenke ausgibt? was für ein überfluß-überdruß!
@Mythorus:
wie man ja sieht, haben es die Praktikanten beim Kreativitätstest der SZ wohl geschafft und den erforderlichen level erreicht ;o)
Nachtrag zum Europa-USA-Vergleich: 23 Mrd.Dollar bei 300 Mio Einwohnern und einem Umtauschkurs von 1Euro=1.40Dollar macht ca. 55 Euro pro Ami! Das liegt noch unter dem, was die Griechen ausgeben... Sind die Amis jetzt schlauer, fauler, oder ärmer, oder was?
Tolle Sache, die reichen Nordländer (D, GB, Skandinavien) mit den nicht ganz so wohlhabenden Südländern Portugal und Griechenland zu vergleichen. Und beim Vergleich mit den USA wird dann die Gesammtsumme in USA den pro-Kopf-Ausgaben in Europa gegenüber gestellt. Au weia, Hauptsache, die Story ist im Kasten, was?
Liebe SZ-Redaktion,
So müsste doch die überschrift heißen, oder nicht?
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