Vorwurf der manipulierten Websuche US-Kartellamt stellt Ermittlungen gegen Google ein

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(Foto: dpa)

Um die Konkurrenz zu benachteiligen, soll der Konzern Suchmaschinen-Nutzer zu seinen eigenen Onlineangeboten geleitet haben: Diesen Vorwurf haben die US-Wettbewerbshüter jetzt fallen gelassen und die Ermittlungen eingestellt. Ein Verfahren um die Macht im Internet hätte Google schwer schaden können.

Die US-Kartellbehörde (FTC) hat bei ihren im Jahr 2011 gegen den Internetriesen Google eingeleiteten Ermittlungen keine Hinweise auf einen Missbrauch seiner Marktstellung zum Nachteil von Konkurrenten gefunden.

FTC-Chef Jon Leibowitz teilte in Washington mit, das Unternehmen verstoße nicht gegen das in den USA geltende Wettbewerbsrecht. Google habe zudem bei Praktiken Veränderungen vorgenommen, die von seinen Konkurrenten kritisiert wurden. Das Kartellamt habe seine Ermittlungen deshalb eingestellt.

In dem Verfahren sollte festgestellt werden, ob das Unternehmen Nutzer der Google-Suchmaschine zum Schaden der Konkurrenz zu seinen Onlineangeboten leitet.

Über die Suchmaschine von Google laufen in den USA rund zwei Drittel aller Internetsuchen. Nun muss Google seinen Konkurrenten allerdings Zugang zu mobilen Technologien von Firmen gewähren, deren Patente dem Unternehmen gehören. Dabei geht es vor allem um den Handyhersteller Motorola.

Ein Kartellverfahren der EU-Kommission gegen Google aus dem Jahr 2010 ist weiterhin offen. Dabei wird dem Unternehmen vorgeworfen, die Seiten anderer spezialisierter Suchdienste bei seinen Suchergebnissen vorsätzlich zu weit unten und seine eigenen Dienste zu weit oben angezeigt zu haben. Wird der Streit nicht einvernehmlich gelöst, könnte die EU letztlich millionenschwere Bußgelder verhängen.