Spionage in Arztpraxen: Deutschen Forschern gelang es,allein am Druckergeräusch das Medikament zu erkennen, das per Rezept verordnet wurde.
Für menschliche Ohren klingt das Geräusch eines Nadeldruckers wie eine Kreuzung aus Schreibmaschine und Kreissäge. Doch als Datei auf einem Computer gespeichert und analysiert, können daraus höchst sensible Informationen werden, wie eine Gruppe um den Saarbrücker Informatiker Michael Backes herausgefunden hat.
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Bei einem Feldversuch in einer Arztpraxis gelang es den Wissenschaftlern bereits nach sechs Rezept-Ausdrucken, allein am Druckergeräusch das Medikament zu erkennen, das mit dem siebten Ausdruck verordnet wurde. Die Informatiker hatten ihre Auswertungssoftware zuvor mit der sogenannten Roten Liste gefüttert, also mit den Namen aller auf dem Markt erhältlichen Medikamente.
Patientenakten oder Überweisungen
Besonders schlimm sei, sagt Backes, dass manche besonders starken Medikamente laut Gesetz mit Durchschlag gedruckt werden müssten - was nur mit Nadeldruckern möglich ist. Diese Geräte werden deshalb in Arztpraxen häufig eingesetzt, oft auch, um damit Patientenakten oder Überweisungen auszudrucken.
Die Software der Saarbrücker Forscher arbeitet ähnlich wie Spracherkennung am Computer mit Wörtern. Mit längeren zufälligen Zahlenreihen tut sich das System schwer.
- Umweltfreundliche Drucker Saubere Luft im Büro 05.05.2009
- Computer-Kauf Die Spar-Meister 30.03.2009
(SZ vom 28.05.2009/mri)
Proteste gegen ACTA
Ein Wissen, dass nicht in die falschen Hände geraten darf! Stellen Sie sich vor, Sie könnten Laurenz Meyer (RWE, äh CDU) beim Ausdrucken seiner Kontoauszüge belauschen. Das darf nicht geschehen.
Andererseits, den Bürger zu belauschen, während der Wahlcomputer die Bestätigung der Stimmabgabe ausdruckt... das könnte einmal wichtig werden. ;-)
Dann wolen wir doch mal hoffen, daß diese "deutschen Forscher" ihre unnütze Studie nicht vom Steuerzahler bezahlt bekommen.
Und eine Waage in den Eingangsboden integriert- da könnte man das Bare rausrechnen?
In Kliniken kommen die Vertreter- die haben es nicht leicht- seit Jahren nur noch zu den echten Entscheidungsträgern- die Korruption findet also nur noch in den obersten Etagen statt!
Dann wird ein Ukas verfaßt was genommen werden soll- das funktioniert meist- aber immer?
Hallo "boeseswoelfchen"
bie jedem meiner wenigen Arztbesuche in den letzten Jahren verbrachte ich mindestens 10 Minuten der Wartzeit unbeobachtet in einem Behandlungszimmer, in dem ein Praxiscomputer ohne Bildchirmschoner mit gestartetem Praxisprogramm den Zugriff auf beliebige Patientendaten ermöglicht hat/hätte.
Jeder Hinweis auf die mangelhaft Datensicherheit wurde mit unfreundlichen Kommentaren "Da haben Sie ja nichts zu schaffen damit" etc.. vom tisch gewischt.
Also so komm ich leichter an die Daten und das ist sicherlich unauffälliger als mit hochwertiger Abhörtechnik die Druckgeräusche der Nadeldrucker aufzunehmen?
Aber egal, die hohe Kunst des Druckerabhörens beginnt dabei, wenn dei Software aus den Pfeifgeräuschen der Tintendüsen oder den Geräuschen eines (Farb-)Laserdruckers das gedruckte Dokument wiedererkennen kann! :-)
jzeiler
Z. B. kann eine Software in Verbindung mit hochwertigen Mikrophonen dazu missbraucht werden um die Datensicherheit von Arztpraxen, RA-Büros (ja, auch diese haben des öfteren noch Nadeldrucker) u. ä. zu beeinträchtigen. Den Mielke-Verschnitt im Rollstuhl wird das sicherlich interessieren.
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