Verkehrs-App Waze Facebook braucht ein Navi

Die Navigations-App Waze auf einem Smartphone

(Foto: REUTERS)

Laut Medienberichten plant Facebook die größte Übernahme seiner Geschichte: Das Unternehmen soll an der Navigations-App Waze aus Israel interessiert sein. Dort informieren sich Nutzer über Staus, Unfälle und Radarfallen.

Facebook steht laut Medienberichten vor dem teuersten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte. Der Konzern ist offenbar an der Navigations-App Waze interessiert: Die Unternehmen befänden sich in ersthaften Gesprächen, die aber noch scheitern könnten, schreiben das Wall Street Journal und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Kaufpreis könnte demnach bis zu eine Milliarde Dollar erreichen.

Die Übernahme der Fotoplattform Instagram sollte Facebook zwar ursprünglich auch so viel kosten. Weil die Instagram-Gründer aber einen erheblichen Teil des Kaufpreises in Facebook-Papieren erhielten, war der Deal mit den fallenden Kursen der Facebook-Aktie am Ende weniger als 800 Millionen Dollar wert.

Bei Waze informieren die Nutzer einander über Staus, Unfälle oder Radarfallen - die App gibt also Routen-Anweisungen auf Basis von User-Informationen. Gleichzeitig funktioniert die Anwendung wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer, die sich Nachrichten hinterlassen können, Kommentare austauschen und ihre Fahrten mit Freunden organisieren können.

Das in Israel gegründete Start-up hat etwa 50 Millionen Nutzer und 110 Mitarbeiter. Die App finanziert sich über Werbung.

Mit Waze könnte Facebook seine Mitglieder auch im Auto erreichen und die Nutzer-Basis erweitern. Zugleich könnte die App ein Kanal für ortsbezogene Werbung sein, zum Beispiel für Restaurants oder Einkaufsläden, die sich in der Nähe des jeweiligen Nutzers befinden.