Sie drangen in die Netze des Pentagons und von Rüstungskonzernen ein, sie fischten Kreditkarten-Daten ab: In den vergangenen Monaten haben Hacker in den USA wiederholt mit spektakulären Aktionen Schlagzeilen gemacht. Jetzt verstärken die US-Polizeibehörden ihren Kampf gegen militante Computeraktivisten und nehmen 16 Mitglieder der Gruppe "Anonymous" fest.

Die US-Justiz geht massiv gegen Hacker vor: Mehrere TV-Sender berichten, die Bundespolizei FBI habe bis zu 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen und 30 bis 40 Wohnungen von Computeraktivisten durchsucht.

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Angriffe auf Paypal, Visa und Mastercard Großeinsatz gegen Hacker (© sde)

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Die Gruppe hatte in den vergangenen Monaten wiederholt Schlagzeilen gemacht: Unter anderem hatte sie sich kürzlich nach eigenen Angaben Zugang zu 90.000 E-Mail-Daten von Angehörigen der US-Streitkräfte und Mitarbeitern von Rüstungsunternehmen verschafft. Außerdem gelang es den Hackern, Zugang zu sensiblen Kreditkartendaten zu bekommen.

Das FBI wollte zunächst nicht zu den Berichten der TV-Sender CBS und Fox News Stellung nehmen. Den Angaben zufolge wurden die Verdächtigen unter anderem in den Bundesstaaten Florida, New Jersey und Kalifornien festgenommen.

Die Gruppe Anonymous, ein loses Kollektiv von Cyber-Aktivisten, trat erstmals 2008 mit Aktionen gegen die Organisation Scientology auf. Als Ziel solcher Hackergruppen gilt unter anderem der Kampf gegen "demokratiefeindliche Organisationen", für "offene Netze" und die Freiheit im Internet.

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(dpa/olkl)