Urteil in New York Apple wegen Preisabsprachen bei E-Books verurteilt

Lange hat sich der iPad-Hersteller gewehrt. Im Jahr 2010 soll Apple zusammen mit Verlagen die Preise für digitale Bücher künstlich hochgeschraubt haben. Ein New Yorker Gericht hat den Konzern nun verurteilt.

Rückschlag für Apple: Ein New Yorker Gericht kam nach einem wochenlangen Verfahren zu der Überzeugung, dass der Konzern illegalerweise Preise im amerikanischen E-Book-Markt abgesprochen hat. Das Urteil wurde am Mittwoch verkündet.

Nun muss sich der Hersteller von iPhone und iPad auf eine Strafe und Schadenersatz einstellen. Über die Höhe wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. "Die Absprachen waren im Frühjahr 2010 nur deshalb so erfolgeich, weil Apple sie organisiert hat", schrieb die New Yorker Richterin Denise Cote in ihrem Urteil.

Das US-Justizministerium wirft Apple vor, zum Start des iPad-Tablets im Jahr 2010 zusammen mit Verlagen die Preise für digitale Bücher künstlich hochgeschraubt zu haben. Während die betroffenen fünf Verlagshäuser millionenschwere Vergleiche eingingen, wehrte sich Apple vor Gericht - und verlor nun.

Der Konzern hatte gewarnt, eine Verurteilung würde als Präzedenzfall das gesamte Geschäft mit digitalen Inhalten destabilisieren.

Apple will sich auch nach dem verlorenen Prozess weiter gegen den Vorwurf illegaler Preisabsprachen. Das Unternehmen werde das Urteil anfechten, kündigte ein Sprecher am Mittwoch an. "Wir haben nichts Unrechtes getan und werden gegen die Entscheidung der Richterin in Berufung gehe"", hieß es in einer Stellungnahme im Blog "All Things D". Apple werde sich weiter wehren, betonte der Sprecher. Der Start der E-Book-Plattform von Apple habe Kunden im Gegenteil mehr Auswahl gebracht, während zuvor der Online-Händler Amazon die Verlagsbranche "monopolistisch im Griff gehabt" habe.