Datenkrake, Imperium, Alleswisser - viele Bezeichnungen für Google sind wenig schmeichelhaft. Warum nutzen wir trotzdem die Dienste des Internetkonzerns? Sechs Thesen.

"Allwissender Gigant", "Imperium" mit "heiklem Datenschatz" - und immer wieder "Datenkrake": Wenn es um Datenschutz geht, hat Google einen zweifelhaften Ruf - einerseits.

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Auf der dunklen Seite der Macht? Der Internetkonzern Google polarisiert. (© Foto: AP)

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Andererseits sind die Dienste des Unternehmens in Deutschland extrem populär. Und auch andere IT-Riesen sammeln fleißig Informationen über ihre Nutzer. Warum polarisiert der Suchmaschinen-Primus so? Sechs Thesen zum "Google-Bashing" - die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

1. Die wollen nur spielen Google ist längst keine Garagenfirma mehr, kultiviert aber sein Tüftler-Image. Die Programmierer dürfen beispielsweise 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte nutzen, die mit ihren eigentlichen Aufgaben nichts zu tun haben. "Es herrscht ein ausgeprägter Ingenieursglaube", sagt Veit Siegenheim, Unternehmensberater und Co- Autor des Buchs "Die Google-Ökonomie". Was technisch möglich ist und nützlich scheint, wird auch gemacht - ohne gleich an den Datenschutz zu denken.

Das geht manchmal schief. Beispiel Buzz: Im Februar integrierte Google sein neues soziales Netzwerk in das Mail-Postfach und bediente sich an den Adressbüchern der Nutzer, damit bei "Buzz" gleich etwas los war. Die Crux: Alle Welt konnte damit die Kontakte der Nutzer sehen. Nach Protesten ruderte Google zurück.

Man habe den Dienst mit den eigenen Mitarbeitern getestet, sagt der Datenschutz-Beauftragte Peter Fleischer. Bedenken wegen ihrer Privatsphäre hatten die Googler nicht - aber diese seien eben Technik-affiner als der Rest der Welt.

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  1. Sie lesen jetzt Warum Google polarisiert
  2. Erst machen, dann fragen
  3. Immer auf die Großen?
  4. Punkten auf Googles Kosten
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