Überwachung Bundesregierung will an die Verschlüsselung in der Cloud

Das gemeinsame Forschungszentrum von Polizei und Geheimdiensten SFZ TK untersucht detailliert die Verschlüsselung beim Cloud Computing. Die Ergebnisse werden laut Bundesregierung nicht veröffentlicht.

Von Achim Sawall, golem.de

Die Bundesregierung will an die Daten der Nutzer in Cloud-Diensten und untersucht dazu die verwendete Verschlüsselung. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Partei Die Linke hervor. Danach arbeitet das Strategie- und Forschungszentrum Telekommunikation (SFZ TK) an dem Projekt Cloud. In dem Antworttext heißt es, es "wurde die Verschlüsselung im Bereich des Cloud-Computing im Allgemeinen behandelt."

In dem Strategie- und Forschungszentrum Telekommunikation (SFZ TK) seien das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und der Geheimdienst Verfassungsschutz "gleichsam vertreten", so die Bundesregierung. "Alle Anstrengungen drehen sich darum, wie in neuen digitalen Kommunikationsplattformen die Telekommunikationsüberwachung umgesetzt werden kann."

Nach Auswertung der Projektergebnisse würden diese den Sicherheitsbehörden dargestellt. "Eine Veröffentlichung ist nicht vorgesehen", heißt es weiter in der Antwort auf die Frage nach dem Aufgabenbereich des Zentrums.

Weitere Tätigkeitsfelder des polizeilich-geheimdienstlichen Zentrums seien die Studien "Entwicklung der Netze", "Next Generation Network" und "Rufnummernmanipulation".

Zum Auslesen, Erraten oder Knacken von Passwörtern von Internetdiensten oder Kommunikationsgeräten setzten der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst und der Inlandsdienst Verfassungsschutz "handelsübliche wie auch eigenentwickelte Hard- und Software ein".

Bereits im Dezember 2012 wurde berichtet, dass die Bundesregierung mit Hilfe des SFZ TK an der Überwachung von Cloud-Diensten arbeitet und dazu Gespräche mit der Deutschen Telekom, 1&1 und Telefonica O2 führt.