Die Kommunikationsplattform Twitter ist auf der Suche nach Einnahmequellen - und lässt nun auch Reklamebotschaften zu. Experten betrachten das nervige Getschirpe skeptisch.
Auf der Suche nach Einnahmequellen erlaubt der Internetdienst Twitter künftig Werbung in seinen 140-Zeichen-Nachrichten. "Wir lassen die Tür für Werbung offen", erklärte Twitter-Gründer Biz Stone am Donnerstag auf dem offiziellen Twitter-Blog.
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Twitter-Gründer Biz Stone will einerseits an den Werbe-SMS verdienen - warnt andererseits aber davor, die Twitter-Gemeinde durch eine Werbeflut zu verprellen. (© Foto: afp)
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Alle Optionen offenhalten
Die rasant wachsende Kommunikationsplattform änderte ihre Nutzungsbedingungen, damit den monatlich rund 45 Millionen Besuchern auch Reklamebotschaften geschickt werden können. Auf Twitter können Nutzer kostenlos eine unbegrenzte Zahl von Kurznachrichten verschicken. Werbung hat sich als brauchbare Einnahmequellen für kostenlose Internetseiten erwiesen.
Einige Experten bezweifeln jedoch, dass dies auch für Netze wie Twitter gilt, in denen die Internet-Nutzer Inhalte selbst produzieren. Schließlich dürften Konzerne zögern, ihre Markennamen mit unkontrollierten Inhalten in Verbindung zu bringen. Twitter-Gründer Stone selbst hatte zudem selbst zuvor davor gewarnt, die Nutzer durch eine Werbeflut zu verprellen. Jetzt sprach er davon, dass sich das zwei Jahre alte Unternehmen - wie bisher - alle Optionen offenhalten wolle.
Befürworter der Strategie führen an, dass Nutzer sozialer Netze wie Twitter besonders viel Zeit im Internet verbringen und damit attraktive Werbeziele sind - vor allem, wenn ihre Interessen und Vorlieben ermittelt werden.
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(Reuters/jb)
Christopher Lee zum 90.