Von Yvonne Göpfert

Der typische Käufer eines MP3-Players, eines tragbaren DVD-Spielers, einer Konsole oder eines Smartphones ist männlich, jung und Kosmopolit. Oder doch nicht?

Männer lieben Elektronik und decken sich möglichst schnell mit den neusten Errungenschaften der Technik ein. Galt dieses Credo bis dato als unumstößlich, so muss die Branche langsam umdenken, denn die Frauen holen auf.

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(© Foto: Apple)

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Von 107,2 Milliarden US-Dollar, die 2005 für elektronische Geräte ausgegeben wurden, gehen etwa 54 Prozent auf das Konto der männlichen Kunden. Das entspricht 57,9 Milliarden US-Dollar. Ein nicht unerheblicher Anteil für das elektronische Spielzeug, nämlich 46 Prozent, werden von der anderen Hälfte der Menschheit ausgegeben, wie die amerikanische Marktforschungsgruppe NPD herausgefunden hat.

Insbesondere im Vergleich von 2004 mit 2005 springt ein Wachstum von 18 Prozent ins Auge. Somit sollen Frauen im Jahr 2004 gerade mal 41,9 Milliarden US-Dollar investiert haben im Vergleich zu 49,3 Milliarden US-Dollar ein Jahr später. Bei den Männern dagegen scheint sich die Kauflust in den letzten beiden Jahren nicht verändert zu haben.

Die Studie hat ebenfalls aufgedeckt, dass sich Frauen sehr viel mehr für tragbare Kleingeräte begeistern als für stationäre Produkte. Und je mehr Funktionen ein tragbares Gerät mit sich bringt, umso besser.

Ein Handy mit Kamera, Musikabspieler und E-Mail-Empfang zum Beispiel kommt den Frauen sehr entgegen, schließlich gilt es, möglichst nur ein Gerät im Handtäschchen unterzubringen.

Die Leidenschaft für Technik schlägt sich übrigens auch in der Auswahl der Muttertagsgeschenke nieder. So sollen an diesem Ehrentag in den letzen zwei Jahren verstärkt iPods, DVD-Spieler und mobile Navigationsgeräte vergeben worden sein, so die Studie.

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(sueddeutsche.de)