Tech-Spielzeug "Dot" Programmieren lernen mit dem rülpsenden Roboter

Der Lernroboter Dot soll Kinder im Grundschulalter ans Programmieren heranführen.

(Foto: OH)

Der knuffig runde "Dot" soll Kinder mit einfacher Informatik vertraut machen. Damit das Spaß macht, kann er auch Eltern in den Wahnsinn treiben.

Von Mirjam Hauck

Informatik für Erstklässler, Programmieren in der Grundschule: Was einige Bildungsexperten fordern, lässt manche Lehrer erschaudern und Eltern oft ratlos zurück. Denn eigentlich möchten sie, dass ihre Kinder die digitale Welt besser verstehen als sie selbst. Und sie ahnen auch, dass ein bisschen auf dem iPad hin- und herwischen dafür nicht reicht. Für diese Zielgruppe gibt es mittlerweile einige Roboter, mit denen Grundschüler spielerisch lernen sollen, wie man mit Maschinen kommuniziert.

Einer von ihnen ist Dot, eine grüne Plastikkugel mit orange-eingefasstem Auge. Dahinter verbirgt sich allerdings keine Kamera, sondern ein Bewegungssensor. Mittels App und Bluetooth-Verbindung lässt er sich über Handy oder Tablet ansteuern. Darin sollen dann sechs- bis zehnjährige Kinder kleine Aufgaben lösen, die an die bildhafte Programmiersprache Scratch angelehnt sind - wie zu Beispiel Dot "Hallo" sagen zu lassen. Dafür müssen zwei Kreise aufeinander geschoben werden.

Silicon-Valley-Start-up

Hat man die ersten Level einmal geschafft, gelangt man in den "Erfindermodus". Damit der mehr Spaß macht, haben die Macher, das Silicon-Valley-Start-up Wonder Workshop, dem kleinen Dot Zusatzfeatures wie Pappen mit ausgestanztem Piratenkostüm, eine zottelige lilafarbene Gummihülle, orangefarbene Plastikfüße sowie 20 Aktionskarten mit Programmieranleitungen für kleine Spiele mitgegeben. So lässt er sich in eine Schachtel verpackt als Würfel nutzen. Mit der übergestülpten Gummihülle an eine Türklinke gehängt, schlägt er bei jedem ungebetenem Besucher Alarm.

Welcher Alarm das sein soll, können die kleinen Programmierer selbst entscheiden: Von der Feuerwehrsirene bis zum Rülpser sind lauter Geräusche dabei, die Kinder lieben und Eltern in den Wahnsinn treiben.

Durch die App führt ein Junge, allerdings richtet sich Dot ausdrücklich an Jungen und Mädchen im Grundschulalter. Und die Macher haben mit der orange-grünen-Farbgebung und den vielseitigen Aktionskarten einiges versucht, mit ihrem Tech-Spielzeug nicht in die stereotype pink-blaue Geschlechterfalle zu tappen. Das ist durchaus auch ein Argument für Dot, der mit einem Preis von rund 90 Euro nicht ganz billig ist.

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