Google ändert die Regeln für die Internetsuche. Das soll Firmen wie Demand Media bremsen, die mit Billiginhalten Geld verdienen - doch auch andere Seiten könnten betroffen sein.
Es war eine dieser Ideen, die viele selbst gerne gehabt hätten. Wie beurteilt man, was im rasend schnell wachsenden Internet wirklich wichtig ist und was nicht? Sergej Brin und Larry Page, damals Studenten in Stanford, kamen Mitte der neunziger Jahre auf eine mathematische Lösung für diese Frage, und bis heute ist der sogenannte Page Rank Grundlage für den Erfolg ihres Internetkonzerns Google.
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Internet-Suchmaschine Google: Das Zauberwort heißt Schlüsselwort. (© ddp)
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Benannt nach dem Mitgründer Larry Page steckt dahinter ein mittlerweile ziemlich komplexer Satz an Rechenregeln. Diesen Algorithmus hat Google immer wieder verändert, zuletzt vor einigen Tagen. Seither ist eine Branche in Aufregung, die gelernt hat, mit und von diesen Regeln zu leben.
Betroffen sind zum einen Firmen, die sogenanntes search engine optimizing anbieten, also das durchaus legitime Optimieren von Webseiten auf das Ziel hin, in den Ergebnislisten von Internet-Suchmaschinen möglichst weit vorne zu erscheinen.
Sie werden sich nun wieder auf neue Spielregeln einstellen müssen. Eigentliches Ziel der Änderung waren aber andere Unternehmen - wie Demand Media und viele weitere, die wie Putzerfische neben dem großen Fisch Google schwimmen.
Sie erstellen Webseiten mit Anzeigen - klicken Nutzer auf die Werbung, fließt Geld an die Firmen. Damit die Seiten möglichst oft aufgerufen werden, füllen Unternehmen wie Demand Media diese mit billigst erstellten Inhalten zu Themen, die im Trend liegen.
Hohe Mathematik, miese Qualität
Diese Texte werden mit Wörtern gespickt, die gerade oft bei der Internet-Suche eingegeben werden, sogenannten Keywords. Das macht zwar die Texte nicht lesenswerter, dafür aber zieht es Suchmaschinen an wie Honig die Fliegen.
Sie bewerten diese Seiten mit ihren mathematischen Regeln als relevant und führen sie in den Ergebnislisten vorne auf. Besonders in den USA hatten diese Internetangebote einen riesigen Erfolg, und Google war deswegen in die Kritik geraten.
Viele Nutzer fanden die Qualität dieser Seiten mies und damit auch die Qualität der Google-Suche. "Das war in den USA ein großes Thema", sagt Johannes Beus. Seine Firma Sistrix in Bonn untersucht jede Woche anhand von einer Million Keywords, wer es damit unter die ersten 100 Einträge auf der Google-Ergebnisseite schafft.
Billig-Texte ohne Chance
Reus zufolge ist die jetzige Änderung im Google-Algorithmus die größte der vergangenen beiden Jahre. Sie zeigt Wirkung vor allem bei Seiten, die sich mit Billig-Texten nach vorne mogeln wollen: "Da sind schnell mal 70 bis 90 Prozent der Besucher weg." Alle diese Seiten hat es zwar nicht getroffen, ehow.com etwa, eine Seite, die häufig in der Kritik steht, wird nun sogar noch prominenter gelistet.
Insgesamt sei aber klar, so Reus, dass Google die Qualität der Suchergebnisse steigern wolle. Ließe Google es zu, dass Seiten, die Nutzer eher ärgern, die Suchergebnisse dominieren, würde der Konzern langfristig sein eigenes Geschäftsmodell zerstören, sagt Reus. In Deutschland sind die neuen Regeln noch nicht aktiv, sollen aber bald umgesetzt werden.
- Nachrichtenfabrik Demand Media Akkordarbeit an den Tasten 24.02.2011
- Multimedia-Suchmaschine Qwiki Angriff auf Google und Wikipedia 30.01.2011
- Wahl-O-Mat für die Landtagswahlen Wählen ja, aber wen? 17.03.2011
- Suchmaschine mit neuen Funktionen Google: Der Freund sucht mit 18.02.2011
- Google Doodle: Mark Twain Von der Gier nach Macht und Geld 30.11.2011
(SZ vom 02.03.2011/joku)
Wirbel um Obama-Biographie
Das wird die Gepardenforelle 2.0 zeigen...
naja, über google jobs zu suchen iast auch eher unter "unfähigkeit" einzuordnen...
dazu gibt es nicht umsonst die entsprechenden darauf spezialisierten suchdienste...
die offizielle der arbeitsagentur, die wohl auch für arbeitgeber der erste ansprechpartner ist:
http://jobboerse.arbeitsagentur.de/
ähnlich dürfte es auf muenchen.de aussehen...
und natürlich monster.de, jobscout24.de etc.
auch die regionalen tageszeitungen haben gute jonangebote, können sie gleich hier ausprobieren!
hilfreich kann auch sein die gelben seiten und das branchenbuch zu durchsuchen und dann direkt bei den wunscharbeitgebern nach freien stellen zu suchen.
oder initiativbewerbungen zu starten...
und solange es bei google keinen speziellen jobsuchdienst "jobs.google.de" (so wie "maps.google.de" oder "images.google.de" etc) gibt, wird das auch nicht anders sein...
Eine Freundin von mir sucht gerade einen Job als Bürokauffrau. Naheliegend gibt man dann bei einer Suchmaschine, in diesem Falle auch Google, "Bürokauffrau München" oder etwas Vergleichbares ein und schaut, was passiert.
Was passiert ist, dass man auf den ersten 10 Ergebnisseiten fast zu 100% Ergebnisse von Trovit, Jobware, Michael Page, Hays und ähnlichen Vermittlern hat, die selbst keinen Mehrwert schaffen, oder einem billige, befristete Jobs bzw Zeitarbeit andrehen wollen.
Das wäre ja in Ordnung, wenn man das Keyword "Jobvermittlung" hinzufügen würde, denn das hieße ja, dass man einen Headhunter sucht (ist ja als Fachkraft sogar eher positiv für die Karriere).
Aber als wir nach 30 mit Minuszeichen entfernten Firmen immer noch hauptsächlich solche Buden fanden, haben wir die Sites der Firmen direkt angesurft, was sehr viel mühseliger ist, aber funktioniert hat.