Zweifel am Datenschutz
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In MeinVZ und StudiVZ ist es jetzt auch möglich, sich durch Einstellungen gegen personalisierte Werbung zu wehren. Bisher nutzen das nach Firmenangaben aber nur 5 % der Nutzer. In den Standardeinstellungen ist die Option deaktiviert. Bemmann ist sich aber sicher, dass sich die meisten Nutzer ganz bewusst für personalisierte Werbung entscheiden.
Datenschützer haben daran jedoch Zweifel. Sie fürchten um die oft naiven Nutzer, die von sexuellen Vorlieben bis zu politischen Ansichten so ziemlich alles über sich preisgeben, ohne zu ahnen, dass ihre Daten genutzt werden. Aber bei MeinVZ soll das jetzt anders sein. Riecke kündigte eine "erweiterte Registrierung" bei den Datenschutzrichtlinien an.
Neben Nachbesserungen beim Datenschutz ist vor allem neu, dass es MeinVZ auch auf Englisch gibt. Man habe aber nicht vor, den englischsprachigen Markt zu erobern. Vielmehr wolle man den Nutzern auch Kontakte außerhalb des deutschprachigen Raums ermöglichen.
Optisch unterscheidet sich MeinVZ kaum von StudiVZ. Man habe bewusst nur wenig verändert, sagt Riecke. Wegen seines "Look and Feel" sei StudiVZ schließlich ein "unglaubliches Erfolgsmodell". Auch MeinVZ, das mit StudiVZ vernetzt ist, soll eines werden.
Ob Berufstätige genug Zeit haben werden, um in MeinVZ täglich ihre Freunde zu "gruscheln" - ein Kunstwort, meist als eine Zusammensetzung aus grüßen und kuscheln interpretiert -, Fotos zu verlinken oder ihre Selbstdarstellung zu optimieren, werde sich zeigen, sagt Riecke. "Wir lassen uns überraschen".
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(sueddeutsche.de/mri)
Egal wie man zu den jetzigen sog. Social-Plattformen steht, sie ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Es liegen Informationen vor, daß eine völlig neue, weltweit projektierte Plattform entsteht, wo es vieles "unter einem Dach geben wird", nicht nur das obligatorische "Freunde pflegen, Fotos tauschen, und pipapo". Diese Plattform soll so ca. ab Sommer dieses Jahres geschaltet werden.
Ich möchte ihnen in Bezug der Naivität durchaus Recht geben. Wer zuviel von sich Preis gibt, muss mit den Konsequenzen rechnen. Wobei der gäserne Bürger, allgemein gesprochen, wahrscheinlich sowieso nicht mehr aufgehalten werden kann. Die Entwicklung kann im besten Fall verlangsamt werden.
Aber das ist hier nicht der Punkt. Es geht darum, wie das Portal mit seinen Nutzern umgeht. Zuerst versuchte StudiVZ still und heimlich eine umfassend geänderte AGB durchzudrücken. Nach heftigem Widerstand wurden kritische Passagen zwar geändert. Dennoch bleibt es nach wie vor so, dass man sich als Nutzer erst einmal auf die Suche nach dem scheinbar immer noch unbekannten Deaktivierungs-Button machen muss.
In meinem Augen wirkt es so, als ob StudiVZ seinen Nutzern grundsätzlich misstraut, sich an die geänderten Bedingungen anpassen zu wollen. Wenn sie von Anfang an gesagt hätten, dass die Nutzung des Portals künftig nur noch mit Werbung einher geht, und sie bei der Bestätigung der neuen AGB explizit um die Erlaubnis zur Verwendung persönlicher Daten zu Werbezwecken gefragt hätten, wäre das wohl alles kein Problem gewesen. So hätte man schnell zwei Häkchen entfernt und die Sache wäre erledigt. So aber...
Jedenfalls stelle ich mir ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Portal und seinen Nutzern anders vor.
@ zeny: Es gibt auch schon ein "Platinnetz" für Personen ab 50. Nur so am Rande...
Menschen, die mit dem Gedanken spielen, bei StudiVZ, bei einem der Ableger oder bei "Derivaten" anderer Anbieter ein Profil einzustellen, sollten GENAU und VOLLSTÄNDIG die Vertrags- und Nutzungsbedingungen lesen.
Ich warne davor, leichtfertig ein Profil anzulegen, nur weil "es ja alle haben".
Wer das Anlegen beabsichtigt sollte im eigenen Interesse sorgfältig alle entsprechenden Regularien der Anbieter durchlesen. Gerade bei StudiVZ gibt es einige - sagen wir mal - "interessante" Passagen. Ich persönlich würde mir lieber einen Arm oder ein Bein abschneiden, als bei StudiVZ ein Profil anzulegen - aber jeder wie er mag. Lesen sollte man das trotzdem.
@ lucky:
1. Studi VZ wollte die Daten zur Werbung nutzen, ohne dass der Nutzer etwas dagegen tun kann. Wer die neue AGB nicht akzeptieren wollte flog raus. Erst nach öffentlicher Empörung und Einmischung von Datenschützern lenkte StudiVZ ein. Glaubwürdigkeit für Fälle der Zukunft? Welche neuen Ideen bekommt man dort in Zukunft, die nicht rechtens sind?
2. Viele haben keine Ahnung von Datenschutz, vor allem junge Mitglieder nicht. Sie blicken einfach nicht durch wie wichtig Datenschutz ist, wegen Cyberkrimineller, Wirtschaftsunternehmen, Personalberater, etc. Diesen Leuten muss man es ständig vorbeten, damit sie sich nicht selbst schädigen.
3. Sie behaupten, dass wir hier groß reden, aber Amazon, Payback etc nutzen? Woher wissen sie das? Das sind einfach nur Unterstellungen.
4. Eben diese Handynummerangabe etc. sollte vermieden werden, da gebe ich ihnen recht. Aber das muss man den Leuten immer und immer wieder erzählen, sonst merken sie es nicht. Wenn sie schon so schlau sind, dann gehen sie bitte weiter, denn es gibt hier für sie nichts mehr zu sehen...
Ich möchte diese Methoden vom studiVZ nicht gutheißen, aber ich bin trotzdem immer wieder erstaunt warum sich soviele Leute sinnlos darüber aufregen. Wenn ich die AGBs lese und mich ein wenig über dieses Angebot informiere sollte ich durchaus in der Lage sein diese Einstellungen selber zu korrigieren. Wieso sind eigentlich die Leute die sich am meisten darüber aufregen diejenigen, die dann nachher zur Tankstelle oder in den Supermarkt fahren und beim bezahlen Ihre PayBack, happydigits, etc. Karte vorlegen. Es gibt im Internet 4958943 Seiten die einem im Endeffekt personalisierte Werbung zuschicken (siehe Amazon), da scheint es aber irgendwie niemanden zu stören. Personalisierte Werbung ist doch im Endeffekt sowieso nur durch Banner auf der Seite oder E-Mails möglich, die jeder halbwegs intelligente Mensch durch Gegenmaßnahmen sowieso bereits eliminiert hat. Wer darüberhinaus auch noch seine Handynummer oder sonstige Adressen dort angibt, dem ist halt einfach nichtmehr zu helfen.
so far.
lucky
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