45 Millionen Deutsche fotografieren, behauptet eine Studie. Ein ganzes Land befindet sich im Knipser-Rausch und die Bilanz der Branche steigt und steigt.

Die Fotoindustrie befindet sich seit gut einem Jahrzehnt auf der Erfolgsspur. Das Institut für Demoskopie in Allensbach hat erst jüngst mit Zahlen belegt, dass die Bevölkerung in Deutschland ein Volk von Fotografen und und Knipsern ist. Eine Studie zeigt: Fast 45 Millionen Erwachsene und Kinder über sechs Jahren fotografieren. Analog und digital. Und die Studie belegt: Fotografen sind kreativer, aufgeschlossener und schlauer - im Gegensatz zu Mitmenschen, die nicht regelmäßig auf den Auslöser drücken.

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Amateur oder Profi- Deutsche fotografieren gerne und viel und sie wollen technisch auf dem neusten Stand sein. (© Foto: Photokina)

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"Von 1997 bis 2008 haben sich die Absatzzahlen von Kameras in Deutschland von vier auf neun Millionen Stück in diesem Jahr mehr als verdoppelt", sagt Constanze Clauß, Sprecherin des Photoindustrie-Verbandes.

Noch nie wurden laut Verband in Deutschland so viele Kameras verkauft. "Und noch nie war die Produktvielfalt so groß - mit Kameras für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten und Zwecke." Diese starke Nachfrage mache deutlich, wie begehrt Kameras beim Verbraucher sind. "Heute möchte jedes Familienmitglied eine Kamera in seinem Besitz wissen und im Gegensatz zu früher wird die bestehende Fotoausrüstung schneller durch eine neue ersetzt."

Trotz ihres noch immer vergleichsweise hohen Preises sind auch digitale Spiegelreflexkameras begehrt. "Mengenmäßig liegt ihr Anteil bei elf und wertmäßig bei rund 36 Prozent des gesamten Digitalkameramarktes", sagt Clauß. Diese Daten hat der Verband gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumgüterforschung erhoben.

Der Verkauf von Wechselobjektiven ist zwischen 2003 und 2007 um 70 Prozent auf mehr als eine Million Euro gestiegen, der von Blitzgeräten weist in den letzten vier Jahren durchschnittliche Steigerungen von 26 Prozent auf. "Zudem wird mit jeder zweiten Kamera eine Phototasche verkauft."

Zudem wächst der Bedarf an Speichermedien enorm - eine logische Folge, denn analoge Kameras und damit Filme werden seltener verkauft: Der Abverkauf an Speicherkarten, die nicht mit einem Produkt zusammen angeboten wurden, stieg zwischen 2003 bis 2007 auf 21,8 Millionen Stück. "Bei den dabei an den Kunden gebrachten Megabytes hat sich die Zahl im gleichen Zeitraum um das etwa 33-fache auf mehr als 27 Milliarden erhöht."

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(sueddeutsche.de/pir)