Derzeit macht Google Aufnahmen von Häusern in ganz Deutschland. Doch wer sein Grundstück nicht im Netz sehen möchte, kann sich wehren.
In Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Köln oder München sind die Aufnahmen längst im Kasten. Jetzt fährt die schwarze Limousine des Internet-Konzerns Google übers Land, um selbst die abgelegensten Dörfer für den Online-Service Google Street View abzufilmen.
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Google-Auto in Berlin: Jeder hat das Recht am eigenen Bild. (© Foto: ddp)
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Die rollenden Kameras lichten Häuser, parkende Autos und zufällig vorbeilaufende Passanten ab. Die Datensammlung soll dreidimensionale Spaziergänge durch Straßen und Städte Deutschlands ermöglichen.
Verbraucher können sich aber gegen die neue Form der Kartografie zur Wehr setzen. Wem unwohl ist bei dem Gedanken, dass er sein Haus, sein Fahrzeug nebst Nummernschild, seine Kinder oder sich selbst in Panoramaablichtung künftig weltweit im Internet wiederfindet, kann bei Google dagegen Widerspruch einlegen. Darauf machen Daten- und Verbraucherschützer aufmerksam.
Widerspruch schon vor Veröffentlichung
Stehen entsprechende Bilder bereits im Netz, müsse Google beanstandete Aufnahmen unkenntlich machen, also schwärzen respektive entfernen, erklärt die Rechtschutzversicherung Arag. Möglich sei auch, vorsorglich Widerspruch einzureichen, damit erst gar keine Aufnahmen veröffentlicht werden könnten, rät das Bundesverbraucherministerium.
Jeder Bürger habe das Recht, nein zu sagen zur Erhebung und Veröffentlichung solcher Aufnahmen, betont Tatjana Halm, Juristin der Verbraucherzentrale Bayern. Google selbst verspricht, beanstandete Bilder auf Wunsch vollständig aus den neuen Stadtplänen auszuradieren, "selbst wenn das Bildmaterial bereits unkenntlich gemacht wurde."
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner machte bereits klar, dass sie das Street View Projekt (Straßenansicht) für eine "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" hält. Der Online-Konzern argumentiert, dass es bei der neuen Straßenansicht nur um die faszinierende Möglichkeit gehe, sich fremde Städte anzusehen. "99,9 Prozent aller Nutzer werden Street View nutzen, um gute Dinge damit zu tun", sagt Google-Sprecher Stefan Keuchel zu möglichen Sicherheitsbedenken.
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Christopher Lee zum 90.
es ist doch immerhin noch ein unterschied ,ob mein nachbar in den garten schaut oder es die ganze welt tut.....
Wer gegen Googles SV argumetiert, argumentiert gegen das Eecht eines jeden auf photgraphieren im öffentlichen Raum.
Mir wird schlecht wenn ich Fraulein Aigners Argumente höre, oder höre das Google mit dem Staat gleichgesetzt wird.
kann jemand erklaeren wieso ein Photo in der Oeffentlichkeit meinr Privatsphaere vverletzt? Wieso ist die Fassade meines Hauses Teil meiner Privatsphaere? Das ganze scheint mir voellig absurd
selbst entscheiden können, ob mein Privateigentum wie Terrasse und Garten in einem Forum für tausende von fremder Menschen einsehbar ist!!!!
Dies ist eine Frage des Datenschutzes:
Google eignet sich damit Informationen an, die Google nicht gehören. Dies ist Googles Geschäftsgrundlage.
Mittelfristig gibt es keinen anderen Weg, als das ein Gesetz erlassen werden muss, welches die schriftliche Einverständniserklärung aller betroffenen Menschen für eine derartige Datensammlung verlangt.
Denn nicht ich habe bei Google Bescheid zu sagen, was sie nicht verwenden dürfen, sondern Google hat mich zu fragen was es verwenden darf.
Paging