Star-Wars-Computerspiele künftig von EA Die Macht ist mit Electronic Arts

Die nächsten Star-Wars-Games kommen von Electronic Arts. Das Bild zeigt eine Szene von Star Wars Old Republic.

(Foto: AFP)

Bei den "Sims" ziehen die Jedi-Ritter ein: Nachdem Disney die glücklose Spieleschmiede LucasArts geschlossen hat, gehen die Rechte für die Spiele zur Star-Wars-Saga nun an den Hersteller Electronic Arts. Der braucht dringend einen Erfolg.

Nach dem Aus für LucasArts werden die Computerspiele zu den kommenden "Krieg der Sterne"-Filmen von Electronic Arts entwickelt. Die Spielefirma ist eine entsprechende Abmachung mit dem Unterhaltungskonzern Walt Disney eingegangen, der die Rechte an der Weltraum-Saga um Luke Skywalker, Darth Vader und Prinzessin Leia besitzt. "Es ist der Traum eines jeden Entwicklers, Spiele für das "Star Wars"-Universum auf die Beine zu stellen", sagte EA-Manager Frank Gibeau.

Disney hat zunächst drei Fortsetzungen in Planung. Der erste Film - die Episode 7 - soll 2015 in die Kinos kommen. Bislang hatte LucasArts die Spiele zu "Krieg der Sterne" umgesetzt, doch zuletzt fehlte es an Erfolgen. Walt Disney machte die Spieleschmiede schließlich dicht, nachdem der Unterhaltungsmulti die Mutterfirma Lucasfilm geschluckt hatte. Der Konzern behält sich aber das Recht vor, bestimmte "Star Wars"-Titel für Smartphones, Tablets und Online im eigenen Haus zu entwickeln.

Monkey Island, Indiana Jones oder Star Wars Disney schließt Spieleschmiede LucasArts

Der "Krieg der Sterne"-Produzent George Lucas hatte LucasArts 1982 gegründet. Er brachte damit nicht nur seine eigenen Filmhits als Computerspiele heraus. LucasArts erarbeitete sich auch einen guten Ruf mit Adventure-Titeln wie "Maniac Mansion", "Day of the Tentacle" oder "Zak McKracken".

Disney hatte das gesamte "Star Wars"-Universum 2012 für vier Milliarden Dollar übernommen. Electronic Arts ist eine der größten Computerspiele-Firmen. Das Unternehmen steht hinter Hits wie der Simulation "Sims", dem Autorennen "Need for Speed", dem Actionspiel "Command & Conquer" oder den "Fifa"-Fußballsimulationen. Zuletzt fehlte es aber auch hier an großen Erfolgen. Erst im März war deshalb der langjährige Chef John Riccitiello gegangen.