Wer gerne im Internet Potenzpillen bestellt, muss zurzeit mit einem knapperen Angebot auskommen. Internetprovider haben einen der größten Spam-Versender lahmgelegt.
Noch sind sich Wissenschaftler uneins, ob Spam tatsächlich ein lohnendes Geschäft ist: Machen die Versender von unerwünschten Werbe-Mails mehr Umsatz als die weltweite Rauschgiftmafia?
Pro Tag fließen rund 160 Milliarden illegale E-Mails durchs Internet. (© Foto: iStock)
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Geplagten Nutzern, deren E-Mail-Postfach täglich überquillt, helfen diese Informationen nicht wirklich weiter. Hier bewährt sich meist nur ein funktionierender Spamfilter - oder das rigorose Durchgreifen von Internetprovidern.
Wie die Washington Post berichtet, haben zwei amerikanische Internetprovider am Dienstag dem kalifornischen Hoster McColo die Leitungen gekappt und ihn damit vom Netz genommen. Daraufhin sank nach Angaben der Zeitung das weltweite Spam-Aufkommen noch am selben Abend um 66 Prozent.
Millionen verseuchte PCs
Nach Erkenntnissen der IT-Sicherheitsexperten ist McColo ein sogenannter Bulletproof Hoster. Die Firma verfügte also über sogenannte Botnetz-Master-Server. Damit lassen sich Millionen verseuchte PCs zum Verbreiten von Spam für gefälschte Arzneien und Designerware steuern. Nach Angaben von Experten war McColo bislang für 75 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens verantwortlich.
Fraglich ist aber, ob dieser Rückgang von Dauer sein wird. Die Spammer werden früher oder später wohl eine neue Firma für ihre illegalen Aktivitäten finden - sei es in Amerika, Russland oder China. Aus diesen Ländern kommen die meisten Spam-Attacken.
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http://en.wikipedia.org/wiki/Bulletproof_hosting
http://de.wikipedia.org/wiki/Spam
http://de.wikipedia.org/wiki/Klugscheißer
War sonst noch was ?
Ich weiß auf Grund des Artikels zwar nicht, was ein "Ballett-Pruuf-Huster" ist, auch nicht wenn er über sogenannte Bootnetz-Servietten verfügt, freue mich aber über ein wenig Leere in meinem Elektro-Briefkasten.
Dass deutsche Leser über das Abklemmen der Leitungen zu Internet-Verseuchern informiert werden, finde ich gut. Und dass diese Leitungen abgeklemmt wurden, finde ich sehr gut.
Offensichtlich haben manche ISPs (ohne weitere Erklärung des Begriffs) den Datenschutz für Kriminelle bisher wichtiger genommen, als deutsche Gesetzgeber den Datenschutz für ihre eigenen ungescholtenen Bürger.
Sicher wird ein gewisser Herr Schäuble hieraus nichts Vernünftiges lernen.
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Gestern hatte ich mich schon gewundert, dass seit langem mal wieder keine Spam-Mails eingetrullert sind, und heute das Gleiche! Insbesondere der Zuwachs von ...@aim.com war doch nervig. Und ließen sich die noch bequem ausfiltern, so hatte ich noch keine verlässliche Lösung für die neueren von ..@aol.com im gleichen Stil.
Sollten sie, OMITTER, mit ihren Anschuldigungen Recht haben, so wäre dies tatsächlich ein Armutszeugnis für SZ-Online. Ich bin erst seit kurzem hier gelandet (vorher nur Spiegel-Online), weil mir die Kommentarfunktion gefällt. Trotzdem lese ich aber nun zum wiederholten Male eine Kritik wie die ihrige. Solche Hinweise sind wichtig, danke!
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