Wer seine E-Mail-Adresse preisgibt, läuft Gefahr massenhaft Spam-Mails zubekommen. Ein neues Verfahren verspricht die Lösung des Problems.

Ob es nun Potenzmittel sind oder die Einladung ins Online-Casino - unerwünschte Werbung per E-Mail, sogenannte Spam-Mails, sind ein Ärgernis. Das oberste Gebot für jeden E-Mail-Nutzer lautet daher, die eigene Adresse nicht leichtfertig herauszugeben.

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Spam-Mails: Sie bringen die Postfächer zum überlaufen und strapazieren den Nutzer. Adressen mit Verfallsdatum sollen hier Abhilfe schaffen. (© Foto: ddp)

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Doch wer zum Beispiel online einkaufen möchte, ist oft gezwungen, eine E-Mail anzugeben. Einen Ausweg können Wegwerf-Mail-Adressen sein. Weil diese nach kurzer Zeit automatisch deaktiviert werden, können sie ruhig preis- gegeben werden.

Eigentlich dürfte die Eingabe der E-Mail-Adresse im Internet kein Problem darstellen, denn ohne die Zustimmung des Nutzers dürfen diese etwa vom Online-Shop nicht weitergegeben werden. Er darf auch keine Newsletter verschicken, wenn der Nutzer das nicht möchte.

E-Mail mit Verfallsdatum

Soweit die Theorie: "Wenn alles gesetzmäßig läuft, muss ich keine Sorgen haben. Ich gehe aber davon aus, dass nicht alles gesetzmäßig läuft", sagt Wolfgang Holst, Mitarbeiter beim Landesbeauftragten für Datenschutz Niedersachsen in Hannover. Wer seine E-Mail-Adresse preisgibt, läuft also Gefahr, dass der jeweilige Anbieter entweder selbst Werbung an die Adresse verschickt oder die Adresse sogar weitergibt. E-Mail-Adressen mit Verfallsdatum gibt es in verschiedenen Varianten.

Bei Spamgourmet oder Mailexpire etwa registrieren sich die Nutzer mit ihrer eigentlichen E-Mail-Adresse und der Dienst leitet die Nachrichten während eines vorher festgelegten Zeitraums an diese Adresse weiter.

Beim Anbieter trash-mail hingegen ist keine Anmeldung nötig: "So einfach die Bedienung von trash-mail sein mag, der Dienst birgt das Risiko, dass andere Nutzer die Adresse erraten", sagt Jo Bager von der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift c't.

Es sei gelungen, E-Mails anderer Nutzer einzusehen, die Login-Information für Online-Dienste enthielten. Bager rät daher, trash-mail nicht für vertrauliche Informationen zu nutzen: "Man sollte sich zudem eine mindestens zehn Zeichen lange E-Mail-Adresse ausdenken, die nicht erraten werden kann."

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