Wer der Anonymität der Großstadt entfliehen will, kann auf ein neues Internetangebot zurückgreifen: LifeAt versucht, die Bewohner von Wohnblocks zusammenzuführen.
Manche suchen sie, andere meiden sie, die meisten aber nehmen sie als unvermeidlich hin - die Anonymität riesiger Wohnblocks in Großstädten. Ein neues Projekt soll nun mit den Mitteln des Mitmach-Internets helfen, dieser Anonymität zu entkommen. "LifeAt" vereint zwei Dinge.
Neues soziales Netzwerk für Großstädter: LifeAt.com (© Screenshot: LifeAt.com)
Anzeige
Zum einen ist es ein soziales Netz wie Facebook oder MySpace. Andererseits aber hat jedes Gebäude seine eigene, passwortgeschützte Seite, und die Einträge stammen zwar größtenteils von den Bewohnern, werden aber von LifeAt-Mitarbeitern überwacht.
Die New Yorker Firma wartet auch nicht wie normale Social-Networking-Seiten darauf, dass sich Benutzer einfach so anmelden, sondern spricht die Hausverwalter geeigneter Objekte an.
Die bekommen dann für eine einmalige Start-Gebühr von 6000 Dollar eine Webseite, auf der sich sozusagen schon eine Grundausstattung findet: Wo kann man einkaufen, einen Kaffee trinken und wo ist das nächste Fitnessstudio? Solche Basisinformationen können die Hausbewohner dann ergänzen. Alle Benutzereinträge außer die in den Diskussionsforen werden jedoch vor Veröffentlichung noch einmal von Firmenmitarbeitern geprüft.
Gut 335 Gebäude hat die Firma seit März gewinnen können, etwa 600 sollen bis Ende des Jahres noch dazukommen. Um LifeAt langfristig zu finanzieren, reichen die 6000 Dollar Startgebühr natürlich nicht aus, deshalb will die Firma auch Werbung akquirieren.
Man sei gerade dabei, eine Strategie dafür fertigzustellen, sagte Firmenchef Matthew Goldstein der New York Times. Die Zeitung ihrerseits hat die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und wirbt auf den Seiten von LifeAt. Schließlich tummeln sich dort Menschen, die Geld haben, viele davon sind neu zugezogen - die ideale Kombination für Abonnentenwerbung.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Christopher Lee zum 90.
...könnte es sogar funktionieren.
ND
(der immer noch dem lokalen News-Server im Wohnheimsnetz nachtrauert. Wo man Samstag abend mit einem Post wie "Suche zwei XLR auf Cinch Adapter, biete Freibiert auf der Stockwerksparty Geb. 3, 12. Stock" innerhalb von einer halben Stunde hatte, was man wollte....)