Intime Details und Bilder - Jugendliche stellen oft allzu naiv eigene Daten ins Internet. Das wollen Betreiber sozialer Netzwerke nun mit einem Kodex verhindern.
Drei große Internet-Communities in Deutschland wollen ihre jugendlichen Nutzer zu mehr Vorsicht bei der Veröffentlichung persönlicher Daten im Netz bewegen. Dabei soll ein gemeinsamer Verhaltenskodex helfen.
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Ein Ziel des Verhaltenskodex: Profile von unter 16-Jährigen sollen nicht über Suchmaschinen auffindbar sein. (© Foto: dpa)
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Der Katalog beinhaltet Richtlinien und die Selbstverpflichtung der Betreiber der sozialen Netzwerke studiVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen, ihre Nutzer besser über Datenschutz aufzuklären.
Der Kodex wurde am Mittwoch vom Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) in Berlin vorgestellt. Nicht daran beteiligt ist das auch in Deutschland populäre US-Netzwerk Facebook.
"Wir wollen einen Standard setzen, wie wir gegenseitig im Web miteinander umgehen", sagte Lokalisten-Geschäftsführerin Stefanie Waehlert. So ließen sich nicht alle Datenschutz-Probleme in Internet- Communities technisch lösen, jedoch aber die Aufmerksamkeit der User schärfen.
"Der Nutzer muss sich immer bewusst sein, was er im Web tut", sagte studiVZ-Chef Markus Berger-de León. Die sozialen Netzwerke waren in die Kritik geraten, weil vor allem jugendliche Nutzer dort häufig bedenkenlos private oder sogar intime Informationen und Fotos ins Netz stellen, die dann für eine große Öffentlichkeit sichtbar sind.
Der 20-seitige Katalog beinhaltet auch technische Maßnahmen zum verbesserten Datenschutz: Profile von unter 16-Jährigen sollen nicht über Suchmaschinen auffindbar, die Nutzerdaten unter 14-Jähriger grundsätzlich nur für deren Netzwerk-Freunde sichtbar sein.
Datenschützer sind skeptisch
Der stellvertretende Berliner Datenschutzbeauftragte Thomas Petri lobte den "positiven Ansatz" dieser beiden Maßnahmen. "Aber das Papier wirft insgesamt Fragen auf", sagte Petri der Deutschen Presse- Agentur dpa.
Man müsse noch mal ganz genau prüfen, ob der Kodex datenschutzkonform sei. Die Punkte zur Abfrage sensibler Daten wie Gesundheitsdaten und sexueller Präferenzen "bleiben hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück", sagte der Datenschützer.
Rund 21,7 Millionen Deutsche sind Mitglieder in den Netzwerken studiVZ (mit meinVZ und schuelerVZ), Lokalisten und wer-kennt-wen. Alle gehören inzwischen zu großen Medienunternehmen: Die studiVZ Ltd. seit 2007 zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und das Netzwerk wer-kennt-wen zur RTL interactive GmbH. ProSiebenSat1 hält 90 Prozent an der Lokalisten Media GmbH.
Die nun vereinbarten Regeln sind nach Angaben der Netzwerk- Betreiber bereits ganz oder größtenteils umgesetzt und werden von dem Verein FSM kontrolliert. Weitere Netzwerke wie MySpace wollen sich laut Angaben der FSM bald anschließen.
Von den Betreibern von Facebook lag zunächst keine Stellungnahme vor. "Wir fordern auch unsere amerikanischen Kollegen auf, uns zu folgen", sagte studiVZ-Chef Berger-de León. "Es kann nicht sein, dass in einem Land unterschiedliche Standards betrieben werden."
- Selbstentblößung im Netz "Tränen in den Augen" 29.01.2009
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(dpa/cpah)
67. Jahrestag der Bombardierung
Selbstkontrolle im Internet? Sehr realistisch...
weil den Bahnhof schon lange verlassen. Hätten die Eltern nur einen bruchteil dessen zeit sich z.b auf lokal ist ende umzusehen - nun, sie würden den Zugang dann eher sperren.
Allein daß der Münchner OB Ude (als Premiummitglied mit Stottervideo eingestellt ) seine
in großer Anzahl jugendlichen Freunde, 14 jährige mit Alkohol-Avataren freundlich übersehen hat
öffnet endlose Gedankenspielräume ....
Einziger Vorteil dieser Plattform, wer seine Zeit damit verbringt ist von der Strasse runter.