Justin Rosenstein

Justin Rosenstein nutzt Apps, die seinen Zugang zu Reddit und Facebook begrenzen, vergleicht Snapchat mit Heroin und hat auf seinem iPhone eine Kindersicherung aktiviert, damit er keine neuen Apps installieren kann. Das sehnsüchtige Warten auf Facebook-Likes nennt er ein "Pseudo-Vergnügen", ebenso oberflächlich wie verführerisch.

Das ist bemerkenswert, denn Rosenstein hat den Like-Button 2007 miterfunden. "Es kommt oft vor, dass Menschen mit den besten Absichten Dinge erfinden, die später negative Auswirkungen haben", sagte er dem Guardian.

Seine frühere Kollegin Leah Perlman, ebenfalls an der Entwicklung des Like-Buttons beteiligt, nutzt mittlerweile eine Browser-Erweiterung, die den Facebook-Newsfeed blockiert. Die Illustratorin beschäftigt eine Social-Media-Managerin, um ihre Comics auf Facebook zu bewerben. Sie selbst will den Newsfeed nicht mehr anschauen. Sie sagt: "Ich checke [Facebook] und fühle mich schlecht."

Bild: AFP 14. Februar 2018, 15:012018-02-14 15:01:56 © SZ.de/jab