Mehr Afrikaner sollten einen Computer haben, findet das Software-Unternehmen Microsoft. Der Konzern will sich nun darum kümmern, dass Millionen von Afrikanern einen bekommen.

Der US-Softwarekonzern Microsoft will Millionen Afrikaner mit ausgedienten Computern ausstatten. Diese Geräte sollen mit den Programmen der Firma aufgemöbelt werden.

Secondhand-Aktion von Microsoft: Computerflut in Afrika

Afrikaner könnten gebrauchte Computer aus aller Welt nutzen, denkt der Microsoft-Chef für Afrika (© Foto: Reuters)

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"Bis 2010 werden eine Milliarde gebrauchter Computer auf der ganzen Welt anfallen, und Afrika könnte mehr als die Hälfte davon nutzen", sagte der Microsoft-Chef für Afrika, Cheick Modibo Diarra, in der Wirtschaftsmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste.

Zusammen mit der UNO wolle Microsoft kleine und mittlere Unternehmen in Afrika beauftragen, diese Computer zu recyceln und mit der Software von Microsoft auszustatten. Dies werde die Schaffung von Arbeitsplätzen begünstigen, sagte Diarra weiter. Ob die so aufgemöbelten Computer verschenkt oder verkauft werden sollen, sagte er allerdings nicht.

Microsoft werde seine Software auch in afrikanischen Sprachen anbieten, kündigte Jean-Philippe Courtois, der Präsident von Microsoft International, an. Er ist zuständig für alle Regionen außer Nordamerika.

Vier von fünf Afrikanern könnten weder lesen noch schreiben, weder auf Englisch noch auf Französisch. "Aber sie haben das Recht auf Zugang zur Informationstechnologie und darauf, sie zu nutzen."

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(sueddeutsche.de/AFP)